Sie befinden sich hier: Vegan-Hund » Psychologie der Hunde » Die Sprache der Hunde » Beschwichtigungssignale der Hunde
Beschwichtigungssignale werden je nach Situation individuell kombiniert. Die Übergänge zwischen Beschwichtigung, Drogen oder Übersprungshandlung sind oft fließend und manchmal schwierig zu unterscheiden.
Achtung! Straft man einen Hund der Beschwichtigungssignale zeigt, kann er diese verlernen, was zu einem großen Problem für den Hund im Umgang mit Artgenossen und anderen Menschen führen kann. Oft hört man dann Aussagen wie “diese Bestie hat plötzlich einfach zugebissen” usw. Hunde reagieren in der Regel nicht plötzlich aggressiv. Meistens wurden sie in der Vergangenheit für das zeigen der Beschwichtigungssignale bestraft, oder selbige von ihrem Peiniger einfach ignoriert. Hunde, die keine Beschwichtigungssignale zeigen, können diese wieder antrainiert bekommen.
Das beste Beispiel ist der kleine Handtaschenhund, der von Frauchen auf dem Arm gehalten wird und von ihren umherstehenden Freundinnen wie ein Baby begutachtet und betatscht wird. Dass der Hund diese Situation als sehr unangenehm empfindet zeigt er deutlich, indem er gähnt, sich beleckt, den Kopf abwendet usw, doch die Tantchen verstehen ihn nicht; ganz im Gegenteil. Es sind wenig Hunde, die sich letztlich endlich zur Wehr setzen und “völlig unvermittelt und plötzlich” ihre Zähne zeigen. Doch in dieser und vieler weiterer Szenen ist nicht der Hund der böse Bube, sondern das Opfer, das sich anders nicht mehr zu helfen wusste.
Wenn der Mensch gelernt hat, die Beschwichtigungssignale des Hundes zu verstehen, erkennt er wann der Hund ein Problem hat. Gleichzeitig kann er viele dieser Signale selbst einsetzen, um dem Hund zu demonstrieren, dass seine Absichten gut gemeint sind. Auch wir Menschen können einen Bogen auf einen fremden Hund zulaufen usw. Die meisten Hunde wissen dies Gesten sehr wohl zu schätzen.
Zurück zu Sprache der Hunde