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Argumente bezüglich des Gebisses der Hunde gegen vegane (rein vegetarische) Hundeernährung verweisen auf die vier sog. Reißzähne, die Dentes Canini. Diese Eckzähne dienten ursprünglich dem fest halten und zerreißen der Beute, haben heute jedoch laut vieler Fachmenschen keine Bedeutung mehr. Diese Einstellung beruht jedoch nicht auf veganer Ernährung, sondern auf der überwiegend verwendeten Fertignahrung für Hunde. Ob Dosen- oder Trockenfutter, ein Hund, der in einer Familie lebt benötigt eigentlich keine Reißzähne mehr. In dieser Tatsache allein sehen auch die Fachmenschen keinen Grund zur Beunruhigung. Allerdings sei der Vollständigkeit halber auch gesagt, dass “gute” Fachmenschen in Fertigprodukten doch große Kritikpunkte sehen, denn ohne Zahnpflege können hier Zahnprobleme und andere ernährungsbedingte Erkrankungen folgen. (Wie z. B. Nierenprobleme, wenn der Hund nur Trockennahrung erhält oder Zahnstein, wenn er nur Feuchtnahrung bekommt.)
Der Begriff “Reißzähne” ist, auch wenn er in nahezu sämtlicher Fachliteratur vorkommt, schlichtweg falsch, da selbst bei einigen Pferden, welche von genau jenen Fachmenschen als reine “Pflanzenköstler” bezeichnet werden, die Canini ausgebildet sind. Hier dienen sie (meist den Hengsten) zur Verteidigung und werden auch gezielt im Kampf eingesetzt. Sie dienten wohl nie dem Verzehr von fleischhaltiger Nahrung.
Der Körper passt sich ununterbrochen den natürlichen Bedingungen an, nicht umgekehrt. Allerdings entwickeln sich die meisten Veränderungen nur langsam im laufe der Evolution. Der Körper verändert sich nicht plötzlich, sondern im laufe vieler Generationen. Dies ist auch der Grund, warum zunehmend Menschenkinder ohne Weisheitszähne auf die Welt kommen, da diese nicht mehr gebraucht werden, häufig stören und dadurch derzeit gerne operativ entfernt werden. Auch für das Aussterben verschiedener Arten kann die teilweise langsame Wandlungsfähigkeit eine Ursache sein, da diese sich nicht schnell genug an die zu plötzlich veränderte Umgebung anpassen konnten. Es würde viele Jahre der Evolution brauchen, bis sich die Zähne vegan lebender “Haustiere” völlig angepasst hätte (denn tatsächlich würden Hunde, wenn sie frei leben könnten, sich aus Mangel an Zubereitungsmöglichkeiten nicht nur vegan ernähren; andererseits gäbe es in der Natur die meisten Hunde auch gar nicht).
Viele Hunde werden vegan ernährt ohne dass die gerne propagierten Mangelerscheinungen oder irgend welche ernährungsbedingten Erkrankungen auftreten (im Gegensatz zu vielen carnivor ernährten Hunden, selbst im Verhältnis gesehen). Wer sich ausführlich informiert, verhindert in erster Linie eigene Fehler, die dann häufig auf etwas anderes geschoben werden.
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