Sie befinden sich hier: Vegan-Hund » Hintergründe » Magensäure
Ein häufiges Argument gegen vegetarische oder vegane Ernährung ist, dass ein Hund nur dann ausreichend Magensäure produziert, wenn der Körper die Information erhält, “es ist Fleisch im Magen”.
Zugegebener Maßen konnten wir bislang dieses Phänomen noch nicht entschlüsseln, bzw. diese Behauptung nicht mit fundierten Aussagen widerlegen. Aber es muss ja möglich sein, sonst gäbe es einfach keine vegan ernährten Hunde. Denn sie hätten ja zu wenig bzw. keine Magensäure. Aber Fakt ist, dass es vegan ernährten Hunden gut geht und dass viele Hunde schon lange vegan ernährt werden und man höre und staune, trotzdem leben. Menschen, die dies behaupten, haben hingegen noch nie einen vegan ernährten Hund gesehen (oder nicht als solchen erkannt).
Meine Erklärung kann ich momentan tatsächlich nicht belegen, aber wir werden daran arbeiten und demnächst entsprechende Änderungen vornehmen. (Ich hasse diese Ich-Form, aber in diesem Fall bleibt mir wohl nichts anderes übrig, ich kann hier nur für mich, nicht für das Team sprechen...)
Es stimmt nicht, dass die Magensäure durch die Information “Fleisch” angeregt wird. Sie wird durch die Information “Protein” oder auch “Aminosäure” ausgelöst und zwar bedarfsentsprechend. Die einzelnen Bausteine (Aminosäuren) des Fleisches kommen auch in veganen Nahrungsmitteln vor. Aminosäure ist Aminosäure, wenn sie dann endlich vorliegt, ist es egal ob sie von einem Tier oder einer Pflanze stammt. (Esoteriker würden jetzt allerdings noch hinzufügen, dass das Leid des Tieres negative Schwingungen auf die Moleküle übertragen hat, aber das führt uns jetzt zu weit
) Der Körper baut die Nährstoffe so um, wie er sie benötigt. Es ist nur wichtig, dass sie in ausreichender Menge in den Hund gelangen, denn wenn nur ein Baustein fehlt, kann der Körper seinen Bedarf nicht decken. Der Unterschied zu tierischen Zellen ist, dass die Zellen von Pflanzen eine andere Zusammensetzung und eine festere Hülle haben und daher nicht sofort “erkannt” werden könnten. (Das wäre eine Erklärung dafür, dass Mais, der nicht zermahlen wurde, unverdaut wieder ausgeschieden wird, obwohl die Säure des Hundes sogar Knochenstücke zersetzen könnte.) Ist die Nahrung hingegen gut aufgeschlossen, kann die Information fließen, das Verdauungssystem wird in Gang gesetzt und Magensäure wird produziert. (Vielleicht sogar tatsächlich weniger, kann ja sein, aber es wird dann ja auch weniger benötigt...)
Zurück zu Hintergründe und Grundlagen veganer Hundeernährung