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Vielfach kritisieren Gegner der Schulmedizin oder Gegner der Naturheilkunde die Auflistung des jeweils anderen Themas. Auch weitere Themenbereiche fallen unter den Zensurwunsch unserer Leser. Dazu möchten wir jetzt Stellung beziehen.
Hauptargument für die Erwähnung aller Informationen rund um vegane Hundeernährung ist die Informationsfreiheit. Zensur ist nie eine Lösung, da die Wahrheit sich durchsetzt! Wer glaubt, unangenehme Tatsachen durch Zensur zum schweigen zu bringen, lebt in einer illusorischen Welt innerhalb einer geistigen Seifenblase.
Einseitige Informationen wie beispielsweise nur pro Naturheilkunde etc., sind extremst manipulativ und unter Umständen gefährlich. Unser erklärtes Ziel ist es, den Menschen Wege aufzuzeigen, nicht aber sie an der Hand zu nehmen und über unseren Weg zu ziehen. Wir wünschen uns, dass die Menschen selbst beginnen zu denken und bewusstere Entscheidungen treffen können.
Häufig empfiehlt man Dinge, die man selbst als richtig ansieht. Dies ist eine völlig normale Handlung. Solange es jedem Bewusst ist, dass es sich nur um die eigene Meinung handelt, ist daran nichts schlimmes zu sehen. Gefährlich wird es, wenn Menschen glauben, als einzige den einzig existierenden richtigen Weg zu sehen und zu gehen. Leider ist nicht alles Schwarz und Weiß in dieser Welt. Das Richtige kann für zwei verschiedene Menschen zwei völlig unterschiedliche Dinge bedeuten.
Ein Beispiel: Es gibt Hunde, die vertragen keine sofortige Umstellung von omnivor auf vegan. Diese Hunde benötigen eine schrittweise Umstellung mit anfänglicher Mischkost. Ein veganer, der es ablehnt, Leichenteile überhaupt zu nutzen, gerät hier in ein existentielles Problem. Wenige, sehr empfindliche Hunde können unter Umständen schwer krank werden, bis hin zu lebensbedrohlichem Stadium. Wer hier keine Lösung findet, kann es nicht richtig machen. Entweder stirbt schlimmsten Falls der Hund oder die Kuh. (Es gäbe noch die Möglichkeit des Containerns, was an dieser Stelle jedoch zu weit führen würde.) Wer will hier den Zeigefinger erheben und eine der Möglichkeiten verurteilen? Nur, wer selbst in der Situation steckt, wer selbst nachdenkt und in sein Herz hinein hört, kann eine ethisch reflektierte Entscheidung treffen. Unter Umständen gibt es jedoch in den Augen des Menschen einfach keinen perfekten Weg. Mord an anderen Tieren ist für uns definitiv kein Weg! Aber wir können nicht diejenigen verurteilen, die alles versucht haben und sich schweren Herzens dafür entscheiden mussten.
Weiter gedacht gibt es wenige Hunde, die unter einer so genannten Futtermittelallergie leiden. Sie vertragen verschiedene Lebensmittel nicht. Wenn dazu Getreide oder Soja zählt, wird die Auswahl an veganer Nahrung äußerst gering. Würden wir nicht alle Nahrung auflisten und entsprechende Hinweise liefern, könnte es sein, dass keine vegane Alternative zu Fleisch gefunden wird, die der Hund verträgt. In unseren Augen ist es immer noch besser, unter solchen Umständen auf die vegane Nahrung von Metzgern oder Sekten zurück zu greifen, als tatsächlich auf Leichen. Aber wer will hier schon die Entscheidung tragen müssen?
Manchmal gibt es nicht den einen, perfekten Weg. Daher suchen wir hier ständig weiter. Wir listen eben auch Möglichkeiten auf, die wir unter normalen Umständen nicht wählen würden, jedoch nicht, ohne eine entsprechende Erklärung zuzufügen. Mehr können wir nicht tun und sehen dies als den für uns derzeit besten Weg an.
Werden Kritiken oder böse Informationen ignoriert, kann auch nicht darauf eingegangen werden. Wer Kritik zulässt kann sich weiterentwickeln, seinen Standpunkt verbessern und erweitern. Wenn man nicht mehr weiß warum der eigene Standpunkt richtig ist, wäre es Zeit, diesen zu überdenken! Konstruktive Kritik lässt den Geist wachsen!
“Ich bin was ich bin (Mensch/Polizist/Metzger/Erziehungsberechtigt/stärker/klüger/etc), also darf ich tun was ich tue” ist beispielsweise kein konstruktives Argument. Es ist daher leicht zu wiederlegen.
Wer Argumente der Gegenseite zulässt und wiederlegen kann, hat vielleicht den richtigen Standpunkt. Wer Argumente oder unangenehme Informationen nicht zulässt, ist vielleicht nicht nur in der Außenwirkung dogmatisch verblendet. Nicht die Gegenseite ignorieren oder zensieren, sondern konstruktiv damit umgehen ist vielleicht ein effektiverer Weg.
Wer nicht darüber informiert wird, dass was er tut auch negative Konsequenzen (für sich selbst oder für andere) haben kann, dann wird er es nicht ändern. Menschen, die Pelz ablehnen, aber nicht wissen, dass der Kuschelkragen auch aus Echtpelz besteht, werden ihn trotzdem kaufen. Menschen, die keine Sekten unterstützen, werden trotzdem deren Nahrung kaufen, wenn diese nirgendwo erwähnt wird. Menschen, die nicht wissen, dass es problemlos möglich ist, Hunde vegan zu ernähren, werden es nie tun oder gar nicht erst einen Hund aufnehmen um in keine Gewissenskonflikte zu geraten.
Da es den perfekten Weg nicht gibt, ist es nicht möglich allen alles recht zu machen. Wir nehmen hier gerne neue Informationen zum Thema vegane Hundeernährung auf, lassen uns aber nicht unter Druck setzen, erpressen oder manipulieren. Wir sind jeder, der konstruktiv an diesem Projekt mitwirkt.
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