Sie befinden sich hier: Vegan-Hund » Gesundheit des vegan ernährten Hundes » Ungebetene Gäste in und auf dem Hund » Wurmbefall beim Hund
Würmer sind kleine Parasiten, die sich im Körper des Hundes einnisten. Sie können die Nährstoffaufnahme mindern und den Allgemeinzustand des Hundes schwächen. Sie sind jedoch seltenst lebensbedrohlich und auch nur in großen Mengen beeinflussend. Je gesünder und widerstandsfähiger der Hund ist, um so weniger können ihn Würmer belasten.
Wir müssen daher akzeptieren, dass Wurmbefall beim Hund eher die Regel ist. Die meisten Tiere beherbergen jedoch nur einzelne Würmer, sodass ihnen kein größerer Schaden entsteht.
Die Zeit zwischen Aufnahme einer Bandwurmfinne und Ausscheidung von Bandwurmgliedern ist ca. 6 Wochen. Nimmt ein Hund nach einer Wurmkur wieder eine Finne auf, muss die Wurmkur deshalb nach 6 Wochen wiederholt werden – ggfs. solange, wie noch Überträger (Flöhe/Mäuse/Fische) da sind.
Würmer, die sich im Darm ihrer unfreiwilligen Wirte einnisten, haften sich durch Saugnäpfe oder einen Hakenkranz im Darm fest. Hier nehmen sie die bereits durch die Verdauungsenzyme freigesetzten Nährstoffe direkt über die Haut auf. Um sich gleichzeitig vor den Verdauungsenzymen zu schützen, verändern sie den pH-Wert um sich herum und hemmen damit die Enzymaktivität. Es können weniger Nährstoffe vom Hund aufgenommen werden und gleichzeitig lässt die wichtige Enzymleistung zur Aufspaltung der Nahrung nach.
Bei über 95% der Hunde ist ein Wurmbefall symptomlos. Ein Wurmei ist nur 30-60 µm groß und deshalb nur bei intensiver Suche oder durch das Mikroskop zu sehen. Erst bei hochgradigem Wurmbefall tritt Durchfall auf oder nehmen der Hund ab. Gelegentlich werden Würmer erbrochen.
Wer einen Wurmbefall vorfindet oder vermutet, kann eine Kotprobe zum Tierarzt geben. Dieser wird herausfinden, ob und wenn um welche Arten es sich handelt.
Vitamin C stärken den Hund gegen Würmer und alle anderen Parasiten. Auch nach einem Wurmbefall können zusätzliche Nährstoffbomben sehr wichtig sein.
Von Tierärzten (den Menschen, die auch daran verdienen) wird empfohlen, einen erwachsenen Hund mindestens 2 mal jährlich zu entwurmen: Das gewährleistet bei durchschnittlichem Infektionsdruck zwar kein ganz wurmfreies Leben, hält aber “den größten Schaden” ab. Stehen Kinder unter 12 Jahren in Kontakt zu einem anderen Tier, sollte dieses alle 3 Monate entwurmt werden, damit die Kinder nicht durch wandernde Larven geschädigt werden. Hunde mit intensivem Kontakt zu anderen müssen unter Umständen bis zu monatlich entwurmt werden.
Hunde die im Wald frei laufen können Echinokokkenfinnen aufnehmen, die über Schafkot und Wildbeeren verbreitet werden. Da diese Würmer für den Menschen sehr gefährlich sind, wird empfohlen über eine monatliche Entwurmung nachzudenken.
Welpen werden routinemäßig nach 2, 4, 6 und 8 Wochen entwurmt.
Wir betonen noch einmal: Empfohlen wird die Wurmkur von Menschen, die sie verkaufen!
Häufig kommen Welpen bereits mit Würmern zur Welt oder nehmen sie mit der Muttermilch auf. Daher bekommen sie in der Regel bereits im Alter von 6 Wochen die erste Wurmkur verpasst.
Haben Hunde Flöhe oder wurde eine Wurmart festgestellt, wird in der Regel beim Tierarzt eine Wurmkur mit einem Breitband-Anthelmintikum durchgeführt. Um die Wurmarten bestimmen zu können, benötigt der Tierarzt eine Kotprobe.
Einen Esslöffel getrocknete und zerkleinerte Feigen mit einem Esslöffel Weizenkeimöl mischen und eine Woche lang täglich unter die Nahrung mischen. Je nach Größe des Hundes die Dosierung etwas erhöhen oder verringern. Feigen schädigen die äußere Zellstruktur der Würmer, das Öl lässt sie leichter ausspülen.
Eine Knoblauchzehe zerdrücken und mit etwa Sieben zermahlenen Kürbissamen vermischen. Etwas gehackten Thymian hinzugeben und das Ganze mit etwas Sirup (vermutlich geht auch Pflanzenöl) andicken. Kleine Kügelchen formen und dem Hund verabreichen.
...
Für Kinder (sowohl menschliche als auch hündische) stellt der Wurm Toxocara canis eine große Bedrohung dar, da er, wenn er einmal verschluckt wurde, zu Erblindung führen kann.
Die hier angegebenen Hausmittel und Hilfen sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden können, bedarf einer genauen Diagnose, welche nicht immer von einem Laien richtig durchgeführt werden kann. Falsch angewendete Heilmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.
Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
Literaturquellen siehe: Literatur
Zurück zu: Parasiten oder Gesundheit