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Inhaltsverzeichnis

Flöhe

Ein Floh alleine tut dem Hund nicht weh. Allerdings kann dieser mit Hilfe weniger Flohdamen innerhalb eines Monats ca. 250 000 Nachkommen produzieren und diese könnten sich dann doch zu einem großen Problem entwickeln. Flohbefall ist bei Hunden eine der Hauptursachen für Hautprobleme.

Interessant ist, dass nur etwa ein Prozent der tatsächlich vorhandenen Flöhe auf dem Hund zu finden ist. Die restlichen 99 Prozent sind in verschiedenen Entwicklungsstadien quer durch Haus und Garten verteilt.

Mögliche Folgen von Flohbefall

Symptome

Erkennung

Mit einem Flohkamm das Fell auskämmen. Flöhe sind kleine, dunkelbraun bis schwarze Mückengroße Tierchen. Kot von Flöhen findet sich im Haaransatz und sieht aus wie feiner, getrockneter Dreck. Drückt man den Flohkot auf ein nasses Taschentuch, so färbt es sich dort durch das im Flohkot enthaltene Blut rot.

Wo besteht Flohgefahr

Vorbeugen und Hilfe

Flöhe kann man sehr schlecht auf fairem Wege los werden. Man kann sie nicht bitten zu gehen und es dem Hund nicht antun den ständigen und immer heftiger werdenden Juckreiz zu ertragen. Aus diesem Grund ist das Vorbeugen besser als nachfolgende Maßnahme.

Flöhe suchen sich bevorzugt geschwächte, ungepflegte Wirtstiere. Hunde in einem guten Allgemeinzustand leiden zumindest ein wenig seltener an Flohbefall als kränkliche Hunde. Daher sind die ersten vorbeugenden Maßnahmen eine Vitaminreiche Ernährung und ausgiebige Fellpflege. Hunde, die täglich ausgiebig durchgebürstet werden, sind für den Floh zu ungemütlich und er sucht sich lieber ein besseres Plätzchen.

Auch Medikamente, besonders Antibiotika können Hunde sehr schwächen.

Behandlungen des Hundes mit Mitteln, welche Flöhe vertreiben sollen, werden möglichst weit vom Lebensraum des Hundes angewendet, also zum Beispiel unterwegs beim Spaziergang (netter Weise nicht gleich neben dem Lieblingsspielplatz anderer Hunde), da sie sich sonst bald wieder auf ihrem Wirt einnisten. Das dümmste was man tun kann wäre, den Hund bei Flohbefall in der Wohnung zu Bürsten um die lästigen Gäste los zu werden.

Mit Maßnahmen zur Flohbekämpfung sollte im Frühling, etwa ab einer Außentemperatur von 18°C begonnen werden.

Ernährung

Mit vorbeugend verbesserter Ernährung sollte spätestens einige Wochen vor der Flohsaison begonnen werden.

Homöopathisch

Homöopathische Mittel bitte nur nach Absprache mit einem Tierheilpraktiker anwenden und vorher die Infos beachten.

Im Fell

Flohpulver

Es werden je ein Esslöffel gut getrockneter Zutaten benötigt:

Alles in einem Mörser fein zermahlen und gegen den Strich tief ins Fell einarbeiten.

Öle und Tinkturen

Achtung! Lese zur Anwendung ätherischer Öle vorab: Info ätherische Öle

für Schlafplatz und Wohnraum

Im Garten

Flohsprays

Bio-Insektizid

1/2 Liter Essig mit 1 Liter Wasser mischen und in eine kleine Sprühflasche geben. Angeblich kann der Hund damit täglich eingesprüht und dadurch Flöhen vorgebeugt werden. Aber Achtung! Hunde haben sehr empfindliche Nasen, bitte nur draußen anwenden und nicht ins Gesicht sprühen!

Zitronenspray

Ein bis zwei Biozitronen in sehr feine Scheiben schneiden und mit einem halben Liter Wasser aufkochen und über Nacht ziehen lassen. Mit einer Sprühflasche täglich auf das Hundefell auftragen.

Bio-Flohschutz

Alle Zutaten gut mischen und in einen Zerstäuber (z. B. für Blumen) geben. Solange der Hund keine Abwehrreaktionen oder Allergien zeigt, kann er täglich damit eingesprüht werden. Bitte das Gesicht dabei aussparen!

Sonstiges

Flohspray bei Grian

Shampoo und Badezusätze

Flohhalsband

Flohhalsbänder mit Insektizid

Insektizidtropfen

Verschiedene anti-Floh-Mittel töten effektiv sämtliche Flöhe. Und warum? Weil sie hochgradig giftig sind. Wer einmal die Verpackungsbeilagen beachtet, stellt fest, dass besonders Warnhinweise für Kinder in den Vordergrund gestellt werden. Hunde reagieren jedoch auf die meisten Mittel ähnlich wie Menschen. Nur bei ihnen scheint es dem “Besitzer” nicht so wichtig zu sein. Siehe auch den Hinweis: Medikamente

Geburtenkontrolle

Wissenschaftler haben ein Medikament entwickelt, welches Flöhe unfruchtbar macht. Hierbei handelt es sich um Program(R). Dies ist kein Insektengift, sondern verursacht bei Flöhen Unfruchtbarkeit. Das Medikament beruht auf dem Wirkstoffkomplex Lufenuron und wird dem Hund ein mal monatlich gegeben. Im Grunde eine Nette Idee, allerdings sicher nicht ohne die üblichen grausamen Tierversuche (auch an Hunden!) entstanden.

Außerdem gibt es Flohhalsbänder, welche ein synthetisches Hormon (Methopren) beinhalten. Es verhindert die Reifung der Floheier. Für Säugetiere soll es völlig ungiftig sein. Auch hierbei liegt der Gewissenskonflikt hauptsächlich in den Tierversuchen.

Hilfe für die Stichwunden

Bandwürmer

Flöhe übertragen Bandwürmer. Daher wird von vielen Tierärzten nach einer Flohplage eine Wurmkur verordnet.

Beachte

Viele Mittel, die für Hunde verkauft werden, sind absolut tödlich für Katzen. Auch wenn sie nur beim Hund angewendet werden, kann eine Katze in Kontakt kommen, indem sie es ableckt oder sich auf die Selben Stellen legt an denen der Hund zuvor war. Schon kleinste Mengen können hochgradig gefährlich werden. Für Insektizide gegen Katzenflöhe gilt das selbe beim Hund.

Für alle chemischen Mittel wurden Tierversuche gemacht - nicht “nur” an Flöhen! Mit dem Kauf dieser Mittel unterstützt man die Konzerne und finanziert weitere Entwicklungen und somit neue Tierversuche! “Die Hersteller bringen jährlich neue Mittel auf den Markt, die wirksamer sind und geringere Nebenwirkungen haben.” 1) Wir fragen uns, warum die offensichtlich so schlimmen Nebenwirkungen nicht bereits beim Ver

Häufig steht Bio-Insektizid oder ähnliches auf den Verpackungen. Es lohnt sich, in diesem Fall die Inhaltsstoffe zu studieren und schnell wird klar, wie viel diese Beschreibung wirklich wert ist. Was wirklich natürlich ist, sollte man einfach lesen und verstehen können. Alles, was für den normalen Verbraucher nicht einmal aussprechbar ist, könnte ein hochgiftiger Stoff sein.

Info

Die Haus und Heilmittel entstammen verschiedener Quellen. Sie sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Man kann häufig versuchen, ein passendes Mittel zu finden, nicht aber gleichzeitig alles kombinieren! Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden, bedarf einer genauen Diagnose, welche ein Laie nicht immer richtig durchführen kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.

Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Quellen

Literaturquellen siehe: Literatur

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1) Hausmittel für Hunde Seite 62