Sie befinden sich hier: Vegan-Hund » Gesundheit des vegan ernährten Hundes » Erste Hilfe bei Notfällen » Verbrennungen beim Hund
Verbrennungen müssen unter normalen Umständen nicht passieren. Vor Herd und Ofen kann man spezielle Kindersicherungen anbringen welche auch die Vierbeiner schützen! Während des kochens sollten sich Hunde lieber nicht in der Küche aufhalten. Die heiße Kaffeetasse gehört möglichst weit Richtung Tischmitte. Offene Feuerstellen im Garten können mit einem kleinen Zaun geschützt werden (Im Baumarkt kaufen oder selber machen).
Bei Verbrennungen sollte sicherheitshalber immer ein Tierarzt aufgesucht werden!
Ideal zur Erstversorgung von Brandwunden ist Johanniskrautöl
Leichte Brandwunden können mit einer Kompresse aus starkem lauwarmen Schwarztee behandelt werden. Durch die im Tee enthaltene Gerbsäure wird die Wundheilung gefördert.
Auch Hunde können einen Sonnenbrand erleiden. Insbesondere bei weißen oder kurzhaarigen Hunden und im Gesicht. Vorbeugen ist stets besser als Heilen, daher nie den Hund über längere Zeit in der prallen Sonne liegen lassen.
Sonnenbrände sind schmerzhaft und erhöhen das Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Beginnt die Haut Blasen zu bilden, ist sofortige Hilfe durch einen Fachmenschen unerlässlich!
An Körperstellen oder bei Hunden, mit wenig oder sehr kurzen Haaren (besonders Achseln oder Nase)
Wo die Haut sehr dünn ist wie z. B: am Bauch
Körperstellen oder Hunde, ohne kräftige Pigmente (Farbe fehlt)
In den Bergen oder am Meer ist die UV-Strahlung besonders stark
T-Shirt als Sonnenschutz: Hunde, die es sich gefallen lassen, können das Sonnenbad mit einem angezogenen T-Shirt genießen. Dies schützt vor den gefährlichen Sonnenstrahlen. Das Gesicht sollte dabei trotzdem noch geschützt werden.
Auch Hunden kann auf empfindliche Stellen eine rein pflanzliche Sonnencreme ohne Duftstoffe aufgetragen werden. Achtung! Einige Sonnencremes sind für Hunde giftig, bitte vorher abklären!
Für Schattenplätze sorgen und in der größten Hitze dafür sorgen, dass sie auch genutzt werden.
Empfindliche Hunde sollten im Hochsommer von 10:00 bis 17:00 Uhr die Sonne meiden.
Saft der Aloe Vera frisch gepflückt auf den Sonnenbrand tropfen lassen (spendet Feuchtigkeit und wirkt kühlend)
Maismehl: Mit Wasser angerührt kann es als Maske auf den Sonnenbrand aufgetragen werden
Eine Tasse
Apfelessig in 1/4 Liter lau warmes Wasser geben und wie eine Lotion verwenden
Mehlpaste: Eine Zähe Paste aus Wasser und Mehl anrühren, auf die Wunde streichen und warten, bis sie von alleine abfällt
Rohe Kartoffel 10 Minuten lang auflegen
Rohe Gurkenscheiben 10 Minuten lang auflegen
Einen gebrauchten und gekühlten Schwarzteebeutel auflegen
Einen Kopfsalat mit viel Wasser kochen und abseihen. Die Flüssigkeit kann gut verschlossen über lange Zeit im Kühlschrank aufbewahrt werden. Mit einem Wattepad die Flüssigkeit auf die betroffene Haut geben
Eine zerquetschte Erdbeere auflegen
Frischen Himbeersaft auf ein Wattepad geben und auftupfen
Gekochter und gekühlter Rhabarber auflegen
Kühlen: Mit einer Blumenspritze können betroffene Stellen alle 30 Minuten benetzt werden
Kalte Umschläge oder kühlende Kompressen auf die betroffenen Stellen geben
Hamamelis (Zaubernuss): Bis zu vier mal am Tag mit einem Wattebällchen etwas Hamamelisextrakt auf die betroffenen Stellen tupfen
Fetten: Verbrannte Haut ist ausgetrocknet. Um dem entgegen zu wirken, kann bis zu drei mal Täglich eine dünne Fettschicht (z. B. Jojobaöl oder Kokosöl)
Hunde reagieren nicht instinktiv richtig in einer “brennzlichen” Situation, sie haben nicht gelernt, welches Verhalten in gefährlichen Situationen mit Feuer richtig ist.
Das Fell des Hundes ist leicht entflammbar, daher müssen Kerzen immer gut geschützt und sicher aufgestellt werden!
Zu heiße Wärmekissen können sonnenbrandähnliche Verstrahlungen verursachen.
Häufig geht es den Hunden nach einer Verbrennung augenscheinlich gut, doch oft bauen sie dann plötzlich innerhalb der nächsten 24 Stunden radikal ab.
Die Haus- und Heilmittel entstammen verschiedener Quellen. Sie sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Man kann häufig versuchen, ein passendes Mittel zu finden, nicht aber gleichzeitig alles kombinieren! Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden, bedarf einer genauen Diagnose, welche ein Laie nicht immer richtig durchführen kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.