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Staupe ist eine ansteckende Viruserkrankung welche durch das canine Staupevirus ausgelöst wird. Es ist unter anderem eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen.
Von der Staupe sind insbesondere junge Hunde im Alter von acht Wochen bis sechs Monaten betroffen. Hier liegt die Sterberate bei über 80 %.
Nachdem das Virus über die Schleimhaut aufgenommen wurde, vermehrt es sich zunächst in den Mandeln oder den Bronchiallymphknoten. Vier Tage nach der Infektion treten die Vieren in den Blutkreislauf ein, in dessen Folge vor allem Gewebe des Abwehrsystems wie Milz, Thymus, Knochenmark, Lymphknoten oder Kupffersche Sternzellen besiedelt werden.
Abhängig von den befallenen Organen werden unterschiedliche Verlaufsformen beobachtet, die jedoch auch in Kombination auftreten können. Grundsätzlich treten Krankheitsanzeichen einer stark fiebrigen Erkältung auf.
Erkrankungen dieses Organsystems sind die häufigsten und ersten Anzeichen einer Staupeinfektion. Sie äußern sich in
Bis dieses Endstadium erreicht ist, kann seit der Ansteckung über ein Monat vergangen sein.
Mit schweren Verlaufsformen verbunden sind Verdickungen der Haut aufgrund von Hornzellenbildung im Bereich der Ballen und des Nasenspiegels, die sogenannte Hard pad disease. Sie wird als recht ungünstiges Zeichen gewertet.
Ausgewachsene, gesunde Hunde haben eine 50 %ige Überlebenschance, Junghunde überleben eine Staupeinfektion eher selten (weniger als 30 %).
Bildet der Körper innerhalb der ersten neun Tage nach der Ansteckung ausreichend Antikörper, werden in der Regel keine Krankheitssymptome erkennbar. Unterbleibt die Bildung von Antikörpern, befällt der Erreger neben dem Verdauungs- und dem Nervensystem auch den Atmungsapparat und den Urogenitaltrakt. Da ab diesem Zeitpunkt alle Ausscheidungen des Hundes Virusmaterial enthalten, kann sich die Staupe weiter verbreiten.
Bleibt es bei Allgemeinsymptomen (wie eine fiebrige Erkältung), Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege, nimmt die Krankheit voraussichtlich einen vergleichsweise milden Verlauf und endet nach zwei bis vier Wochen häufig durch die Genesung des Hundes. Wird jedoch das Nervensystem betroffen, ist das versterben des Hundes sehr wahrscheinlich. Überlebt der Hund eine schwer verlaufende Erkrankung, können verschiedene neurale Erkrankungen wie z. B. regelmäßiges Muskelzucken dauerhaft zurückbleiben.
Da Staupeviren die für die Zahnbildung zuständigen Zellen des Hundes befallen, tritt nach überstandener Infektion häufiger ein Staupegebiss auf, welches durch ausgedehnte Defekte des Zahnschmelzes erkennbar ist.
Junghunde, die eine Staupeinfektion überlebt haben behalten zusätzlich gelblich fleckige Zähne und eine erhöhte Anfälligkeit für Ausschläge am Unterleib, welche sich jedoch gut behandeln lassen.
Im Umgang mit erkrankten Patienten ist strikte Hygiene erforderlich, um eine Verbreitung der Viren zu vermeiden. Es ist wichtig, das Immunsystem des Hundes so gut es geht zu unterstützen und bei der Pflege die Begleiterkrankungen (wie Durchfall oder Augenentzündungen usw) zu berücksichtigen und nach Möglichkeit zu behandeln.
Häufig werden Impfungen empfohlen. Ein ausreichender Schutz wird hierbei nur durch mehrfaches „Boostern“ der Impfung erreicht. Empfohlen wird die Erstimpfung im Alter von sechs Wochen, 14 Tage später die Zweitimpfung und mit zwölf Wochen die dritte Impfung.
Zur Therapie wird die Behandlung mit Serumantikörpern und Interferonen eingesetzt.
Infusionen (Flüssigkeits und Nährstoffzufuhr über eine Vene direkt ins Blut) gegen die Begleit- und Folgeerkrankungen wie Durchfall und Erbrechen.
Der Tierarzt wird zur Verabreichung von Antibiotika raten.
Wenn der Hund nicht mehr erbricht oder massiven Durchfall hat so dass er Infusionen benötigt, dann ist es wichtig, im ausreichend zu trinken anzubieten. (z. B. Wasser, abgekühlte Gemüsebrühe, ...) Außerdem ist es wichtig, ihm häufiger gut aufgeschlossene Schonkost in kleineren Mengen hin zu stellen (Trockennahrung kannst du z. B. auch ideal in abgekochtem Wasser einweichen). Siehe auch Durchfall
Ein Tropfen Mandelöl auf die verhornten Stellen (Nase oder Pfoten) oder Augenlider geben.
Die Haus und Heilmittel entstammen verschiedener Quellen. Sie sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Man kann häufig versuchen, ein passendes Mittel zu finden, nicht aber gleichzeitig alles kombinieren! Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden, bedarf einer genauen Diagnose, welche ein Laie nicht immer richtig durchführen kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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