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Der Magen schließt sich an die Speiseröhre an und mündet im Zwölffingerdarm. Anatomisch vereinfacht stellt er einen größeren Gegenstand dar, der ähnlich einer Schaukel, frei beweglich pendeln kann. Die Magendrehung entsteht aus einer Verdrehung des Magens, die zu einem Verschluss (Obstruktion) des Magenausganges und zu einer Aufblähung bzw. Erweiterung (Dilatation) des Magens führt.
Wenn der Hund große Mengen Nahrung zu sich genommen hat und anschließend läuft, springt und herumtollt, beginnt der gefüllte Magen zu pendeln und kann sich überschlagen und so alle Ausgänge abschnüren.
Insbesondere große Hunderassen mit einem niedrigen (tief sitzenden) Brustkorb sind gefährdet. Aber auch kleine Hunde sind nicht völlig sicher vor einer Magendrehung. Als besonders gefährdet gelten:
Besonders gefährdet sind Hunde im mittleren bis hohen Alter.
Die Aufhängebänder des Magens lassen, ähnlich einer langen Schaukel, ausgedehnte Pendelbewegungen zu. Mit zunehmendem Alter und regelmäßigem Überfressen leiern die Bänder immer mehr aus.
Ein aufgeblähter Magen durch erhöhte Gasbildung (aufgrund der gastrischen Säureproduktion) kann zu einer Magendrehung führen. Eine übermäßige Aufnahme von Kalzium und Tierprodukten fördert die Gastrinbildung, welches die gasbildende Säureproduktion stimuliert und somit für eine vermehrte Aufgasung bei der Verdauung sorgt.
Der verdrehte Magen kommt nicht von alleine in seine natürliche Position zurück. Durch die Magendrehung werden sowohl Mageneingang, als auch Magenausgang abgeschnürt. Die durch die im Magen ablaufenden Zersetzungsprozesse frei werdenden Gärungsgase können nicht entweichen und führen zu einer gefährlichen Magenerweiterung (akute gastrische Dilatation).
Liegt eine Magendrehung vor, hilft nur eine sofortige Notoperation, welche nur vom Tierarzt und schnellstmöglich durchgeführt werden muss. Hierbei ist zu erwähnen, dass jede zweite Magendrehung tödlich endet. Es ist also höchste Eile geboten. Bereits drei bis sechs Stunden nach der Drehung sinkt die Überlebenschance des Hundes drastisch.
Wenn vorhanden (und schnell greifbar) kann die Verabreichung von Carbo vegetabilis C30 (Holzkohle) als homöopathisches Mittel gegen den Schockzustand des Hundes verabreicht werden - Der Hund muss aber trotzdem noch zum Arzt!
Die Haus und Heilmittel entstammen verschiedener Quellen. Sie sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Man kann häufig versuchen, ein passendes Mittel zu finden, nicht aber gleichzeitig alles kombinieren! Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden, bedarf einer genauen Diagnose, welche ein Laie nicht immer richtig durchführen kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr!
Literaturquellen: Literatur
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