Sie befinden sich hier: Vegan-Hund » Gesundheit des vegan ernährten Hundes » Hundekrankheiten - Krankheiten Ihres Hundes » Fettleibigkeit beim Hund
Fachleute prangern an, dass jeder dritte Hund übergewichtig ist. Vielfach ist sogar von etwa der Hälfte aller Hunde die Rede. Ein etwas gut genährter Hund wird nicht gleich umfallen, doch Fettsucht (Adipositas) ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und kann Lebensbedrohlich werden. Bereits mittelmäßiges Übergewicht kann tatsächlich ernsthafte gesundheitliche Folgen mit sich bringen.
Die Ursache für das Übergewicht kann aber auch in den lieben Mitmenschen liegen, welche meinen, dem “armen Kerlchen” etwas “gutes” tun zu müssen.
Ein Tierarzt erzählte, dass ein Hund dann zu dick sei, wenn man auf seinem Rücken ein Bierglas abstellen könnte. Die meisten Menschen erkennen Übergewicht leider erst, wenn es bereits ein ganzer Kasten ist, den man abstellen könnte.
Sind die Rippen beim streicheln mit leichtem Druck nicht fühlbar, ist der Hund zu dick. (Sind die Rippen hingegen nicht nur fühl- sondern auch sichtbar, dürfte der Hund zu dünn sein.)
Der effektivste Weg Übergewicht zu verlieren ist regelmäßige Bewegung. Dazu sollte langsam begonnen werden, aber bei steigender Leistungsfähigkeit ist nach oben hin alles offen. Täglich 3 Stunden spazieren gehen schadet einem gesunden Hund nicht. Wichtig ist Ausdauer, nicht Leistungssport. Es nutzt nichts, einen übergewichtigen Hund einmal einen Berg hinauf zu jagen, dann lieber den Berg regelmäßig gemütlich rauf und runter laufen.
Hat der Hund früher das Essen hastig hinunter geschlungen, könnte man versuchen, es zu reduzieren und in viele kleine Portionen auf zu teilen. Um das ganze etwas Spannender zu gestalten, können die Portionen an mehreren Orten versteckt werden. So hat der Hund länger etwas davon und bewegt sich zusätzlich.
Regelmäßige kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt, regen den Stoffwechsel besser zur Kalorienverbrennung an als wenige große Mahlzeiten.
Fettarme, faserreiche Nahrung ist ideal zur Gewichtsreduktion. Siehe: Nahrungsprodukte. Diese pflanzliche Nahrung enthält einen erhöhten Anteil an Rohfaser und gibt dem Hund alles, was er benötigt.
Eine diätunterstützende Ernährung sollte magere Proteine enthalten, sehr Ballaststoffreich (mehr als 15 %) sein und weniger als 10 % Fett aufweisen. Ideal ist die Reisdiät
Essensrationen um 1/4 kürzen und zwei Wochen abwarten. Ist eine leichte Gewichtsabnahme zu erkennen, kann weiter verfahren werden. Ist jedoch nichts zu sehen oder zu fühlen, sollte die Ration erneut verkleinert werden. Leckerlis und Zwischenmahlzeiten sind grundsätzlich tabu. Tut sich auch dann nach 2 Wochen nichts, sollte spätestens ein Fachmensch zu Rate gezogen werden.
Bettelt der Hund obwohl er seine Ration erhalten hat, können kalorienarme Leckereien wie Popcorn (natürlich ohne Zucker, Salz und Fett) helfen. Reiscracker oder selbstgebackene, fettfreie Kekse sowie Möhrenstücke sind ideal und sorgen für Beschäftigung.
Regelmäßiges wiegen kann deutlich machen, ob die Diät erfolgreich ist. Entweder mit Hund auf dem Arm auf eine Wage steigen und anschließend das eigene Gewicht abziehen, zum Tierarzt auf eine spezielle Wage gehen oder zwei Wagen benutzen (eine für Vorderbeine, die andere für die Hinterbeine) und beide Ergebnisse zusammenzählen. In der Diätphase kann es sinnvoll sein, den Hund wöchentlich zu wiegen. Später reicht es häufig, nur Monatlich oder Quartalsweise auf die Wage zu steigen.
Vorsicht vor Dieben! Hunde werden wahre Meisterdiebe wenn sie merken, dass plötzlich ihr Essen knapp wird. Es braucht nicht zu verwundern, wenn auch der liebste Hund plötzlich den Mülleimer plündert oder die Margarine vom Frühstückstisch geklaut wurde, wenn man gerade mal auf Toilette war.
Knoblauch unterstützt die Gewichtsreduktion, da er Leber und Gallenblase anregt. Aber Vorsicht! Knoblauch gehört zu den teilweise kritische Nahrungsmittel. Es wird an anderer Stelle empfohlen, kleinen Hunden eine viertel bis halbe Zehe, großen Hunden bis zu zwei Zehen täglich zu verabreichen. 1)
Es wird empfohlen, dem Hund täglich zwei Kelptabletten zu verabreichen, um die Bildung der Fettsäuren zu kontrollieren. 2)
Rein pflanzlich ernährte Hunde leiden eher selten unter Übergewicht. Körperliche Bewegung, Fettarme Nahrung und häufige kleine Mahlzeiten sind sehr effektive Methoden zur Gewichtsreduktion. Sehr hilfreich kann es auch sein, die reguläre Mahlzeit als Leckerlis zu verwenden. So erhält der Hund alle Nährstoffe ohne auf Leckerlis verzichten zu müssen oder zu viele Kalorien untergeschoben zu bekommen.
Plötzliche und unerklärliche Gewichtszunahme kann ernsthaftes Anzeichen einer Krankheit sein. Herzleiden und Diabetes bedingen häufig einen aufgeblähten Bauch. Bei einigen Krankheiten kann eine strenge Diät das Leben des Hundes gefährden.
Wer während einer Diät Angst um die Nährstoffversorgung des Hundes hat, kann nach Absprache mit einem Fachmenschen statt Leitungswasser Mineralwasser zum trinken geben, oder auf Nahrungsergänzung wie Vegedog zurückgreifen.
Hunde, die keinerlei Bewegung gewohnt sind, dürfen auf keinen Fall plötzlich mit einem stunden langen Marathon überfordert werden. Beginne langsam mit kleinen, regelmäßigen Runden und steigere die Aktivität nach dem Befinden des Hundes.
Die Haus und Heilmittel entstammen verschiedener Quellen. Sie sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Man kann häufig versuchen, ein passendes Mittel zu finden, nicht aber gleichzeitig alles kombinieren! Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden, bedarf einer genauen Diagnose, welche ein Laie nicht immer richtig durchführen kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
Literaturquellen: Literatur
Zurück zu: Krankheiten oder Gesundheit