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Inhaltsverzeichnis

Durchfall beim Hund

Sinn eines Durchfalls (Diarrhoe) ist es, den Körper des Hundes von Giftstoffen zu befreien.

Die Aufnahme verschiedener Nährstoffe kann durch Darmerkrankungen stark beeinflusst werden. Mit einem kurzfristigem Durchfall kommt ein ansonsten gesunder Hund problemlos klar, jedoch kann anschließend eine Art “Vitaminkur” angebracht sein. Allerdings ist auch eine Überdosierung mit Nahrungsergänzungen unbedingt zu vermeiden. Je nach Art des Durchfalls können auch Enzyme oder spezielle Darmbakterien wichtig für die Genesung der Darmflora sein.

Dickdarm

Im Dickdarm befindet sich die Darmflora. Diese besteht aus verschiedensten Bakterienarten, welche die bis dahin nicht verdauten Nährstoffe verstoffwechseln. Die Hauptaufgabe des Dickdarms liegt in der Wasserrückgewinnung durch eindicken des sehr flüssigen Nahrungsbreies.

Warum bekommen Hunde Durchfall?

Ursachen

Mögliche Ursachen von Durchfall sind beispielsweise:

Zu viele unverdaute Nährstoffe

Auch eine Nährstoffüberversorgung kann zu Durchfall führen. Gelangen zu viele nicht verdaute Nährstoffe in den Dickdarm, kann es zu Blähungen und Durchfall kommen. Daher sollte man immer beachten was der Hund vorab erhalten hat. Bekommt er bereits Nahrungsergänzung, könnte die Dosierung auch einfach zu hoch sein.

Es könnte aber auch sein, dass der Hund nur nicht in der Lage ist die Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. In diesem Fall empfiehlt es sich die Verdaulichkeit der Nahrung zu erhöhen. Dies erfolgt über Einweichen, Pürieren oder sonstiges zubereiten des sog. Hundefutters. Die Gabe von Proenzym V kann ebenfalls Hilfreich sein.

Durchfall aus naturheilkundlicher Sicht

Einen Durchfall kann man durch die Einnahme verschiedener Mittel stoppen, allerdings ist ein Durchfall ein wichtiger Reinigungsprozess des Körpers und durch eine Unterdrückung würde der schädliche Darminhalt zurückgehalten. Dies führt nicht zu einer Heilung sondern bedeutet lediglich eine Symptomunterdrückung. Es ist daher besser, die Entleerung mit Abführmitteln und Einläufen zu unterstützen (Vorher unbedingt mit einem Fachmensch abklären!). Die Erkrankung kann durch eine Diät, Kräutertees und andere Mittel besser von Grund auf geheilt werden.

Risiken

ernste Anzeichen

Sonstige Probleme bei Durchfall

Kurzweiliger Durchfall (max. 24 Stunden) kann vielerlei unbedenkliche Ursachen haben und wird von einem vitalem Hund problemlos verkraftet. Langanhaltender Durchfall kann jedoch aufgrund des Nährstoff- und Flüssigkeitsverlustes irgendwann lebensbedrohlich werden, daher ist es sehr wichtig die Ursache zu behandeln und dem Hund Infusionen zu verabreichen bis der Durchfall besser wird.

Häufige und lang anhaltende Durchfälle (und Verstopfungen) wirken sich aufgrund der entstehenden Darmgifte stark belastend auf die Nieren aus.

Kaliumverluste können zu einer Störung der Herzfunktion und Muskelschwäche führen.

Beim Fachmann

Damit ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker dem Hund schnell und effektiv helfen kann, ist es wichtig, verschiedene Informationen zu Verfügung zu stellen. Eine Liste ist sinnvoll, denn häufig werden einige wichtige Informationen im Eifer des Gefechts vergessen:

Der Tierarzt (oder Tierheilpraktiker) wird eventuell folgende Untersuchungen durchführen:

Therapie bei Durchfall

Ernährung

Ernährungsempfehlung von C.O.

  1. Tag: Den Hund 24 Stunden fasten lassen
  2. Tag: Magere Proteine (in der omniliteratur wären es Hühnerleichen, wir würden Sojaproteine wie Tvp verwenden) als Brei anbieten und probiotische Darmbakterien (wie Acidophilus) zufügen
  3. Tag: Gemüse dem Nahrungsbrei hinzufügen, damit die Ballaststoffe das Wasser aus dem Stuhl ziehen
  4. Tag: Die Nahrung wird durch weißen gekochten Reis ergänzt
  5. Tag: Den weißen Reis durch Naturreis ersetzen
  6. Tag: Langsam beginnen, die gewohnte Nahrung unter zu mischen.

(Siehe auch “Ernährung nach dem Durchfall” weiter unten.)

Tierärztliche Behandlungen

Bachblüten

Siehe auch: Bachblüten

Homöopathie

Achtung, siehe bezüglich Homöopathie auch unbedingt: nicht vegane Homöopathische Mittel

Schüssler Salze

Sonstiges aus der Tierheilpraxis

Hausmittel

Nach dem Durchfall

Darmflora

Nach einem Durchfall und Antibiotikabehandlungen ist die Darmflora des Hundes in der Regel stark geschwächt. Diese können vermehrte Enzymgaben und/oder selbst gemachten bzw. gekaufter Natur-Sojajoghurt (idealer Weise “pro Biotisch”) unterstützen. Ein weiteres Mittel um die Darmflora zu stärken ist Lacto Darm, ein laut Hersteller rein pflanzliches Präparat.

Ernährung

Nach einem Durchfall sollte die Nahrung vorsichtig in sehr kleinen Portionen angeboten werden. Am besten eignet sich für den Anfang ein zimmerwarmer, leichter, Reis- oder Haferflockenbrei (oder fast schon Suppe). Zur Not geht aber auch Kartoffelpüree oder Nudeln. Eine geriebene gedünstete Möhre, Hefeflocken und etwas Pflanzenöl (z. B. Leinöl) können evtl. ebenfalls hinzu gegeben werden.

Info

Die Haus- und Heilmittel entstammen verschiedener Quellen. Man kann versuchen, ein passendes Mittel zu finden, nicht aber gleichzeitig alles kombinieren! Sie sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden können, bedarf einer genauen Diagnose, welche nicht immer von einem Laien richtig durchgeführt werden kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.

Literaturquellen: Literatur

Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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