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Die Ausführung einer Ausschlussdiät ist relativ einfach, allerdings sehr langwierig und manches mal extremst Nervenaufreibend.
Zuerst muss die Nahrung bei einer Allergie komplett umgestellt werden. Hilfreich ist es, alle Lebensmittel die bisher verwendet wurden schriftlich zu erfassen. Wer selbst kocht kann sie aus dem Kopf aufschreiben, bei gekaufter Nahrung stehen alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung.
Eine Liste kann etwa so aussehen: Der Hund erhält in unserem Beispiel Yarrah Pate und Trockennahrung:
Für eine Ausschlussdiät ist es wichtig, dass die neue Nahrung keine bisher verwendeten Bestandteile beinhaltet, wenn der Hund bisher unter Durchfall litt. Nach Möglichkeit sollte die neue Nahrung Anfangs aus so wenigen einzelnen Nahrungsmitteln wie möglich bestehen. (Häufig wird sogar empfohlen, dem Hund über 12 Wochen hinweg nur eine einzige Proteinquelle anzubieten.)
In diesem Fall könnte man z. B. ein Gericht aus Reis, Linsen oder Haferflocken zubereiten. Weitere Rezepte als Anregung findest du hier Rezepte. Um eine optimale Nährstoffversorgung zu gewährleisten, sollte wenn überhaupt nur sehr kurze Zeit auf die Zugabe von Vegedog verzichtet werden. Vegedog ist in der Regel kein Auslöser für Durchfälle.
Verträgt der Hund die neue Nahrung einige Tage lang gut, so kann darauf aufgebaut und nach und nach neue Nahrungsmittel hinzugefügt werden. Es ist wichtig, dass vor Beginn des Ausschlussverfahrens (hinzufügen neuer Nahrungsmittel) kein Durchfall besteht.
Der Hund benötigt für jedes neue Nahrungsmittel 3 bis 7 Tage Gewöhnungszeit. Treten Symptome wie starke Blähungen oder Durchfall auf, muss das Nahrungsmittel wieder abgesetzt werden bis keine Symptome mehr auftreten. Eine genaue, kalendarische Dokumentation über die einzelnen Lebensmittel, die Menge und körperlichen Reaktionen (Beschaffenheit des Kots usw) kann überaus hilfreich sein.
Sehr verkürztes Beispiel um den Durchfall in den Griff zu bekommen:
1. Tag:
2. Tag:
3. Tag:
4. Tag:
5....
6. Tag:
...
Auf die Art und Weise können nach und nach alle unverträglichen Lebensmittel aufgelistet werden. Dabei muss natürlich individuell vorgegangen werden. Manche Hunde benötigen etwas länger, andere reagieren gleich. Sicherheitshalber solltest du dir dafür viel Zeit lassen!
Eine so Radikale Ausschlussdiät ist in der Regel jedoch nicht nötig. Häufig verträgt der Hund ein gewisses Grundnahrungsmittel (Yarrah, Vegusto etc.) problemlos. Auf dieses kann einfach weiter aufgebaut werden. Jeden Tag ein wenig mehr von dem zu testenden Nahrungsmittel untermischen und Symptome dokumentieren. Dabei auf eine ausreichende Nährstoffversorgung achten. So kann sich mit der Ausschlussdiät viel Zeit gelassen werden und es besteht keine Gefahr für das Wohl des Hundes.
Manche Lebensmittel lösen nur in Kombination mit anderen Symptome aus. Weiterhin können Ernährungsfehler Symptome einer Kontaktallergie auslösen und somit die Ausschlussdiät erschweren. Es lohnt sich also immer wieder mal ein sehr vorsichtiger Versuch mit vermeintlich allergenen Nahrungsmitteln.
Für die Zubereitung der Nahrung empfiehlt sich sauberes Wasser. Es sollte chlorfrei und keimfrei (destiliert oder abgekocht) sein. Das Wasser ist zwar kühl zu lagern, doch sollte es so niemals dem Hund angeboten werden, auch nicht bei eingeweichter Nahrung. Erwärme das Wasser immer auf Zimmertemperatur.
Rohe und gekochte Lebensmittel haben unterschiedliche Zusammensetzungen und können unterschiedliche Reaktionen auslösen. So kann ein Hund z. B. auf Tofu allergisch reagieren und dennoch Sojasprossen problemlos vertragen.
Selbstverständlich sollte während einer Ausschlussdiät auf Leckerlis und Zwischenmahlzeiten verzichtet werden.
Wenn eine Kontaktallergie besteht, sind in der Regel nur wenige Stoffe dafür verantwortlich. Daher ist es unter Umständen bereits ausreichend, nur die kritischen Lebensmittel auszutesten. Diese Variante der Ausschlussdiät ist auch für den Hund weniger einseitig und kurzfristiger. Wichtig ist in jedem Fall, dass vor Testbeginn der Durchfall im Griff ist.
Grundsätzlich kann jeder Hund auf jedes Lebensmittel allergisch reagieren. Hier jedoch diejenigen, welche als häufigste Ursache von “Futtermittelalergien” aufgeführt werden:
Des weiteren sollte Mensch sich mit den unter Umständen giftigen oder schwer verdauliche Nahrungsmittel vertraut machen.
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