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Die Grundidee hinter den Bachblüten ist die energetische Information, welche durch die Mittel in den Körper transportiert wird. Wissenschaftlich nachzuweisen sind bei den Mitteln keine Substanzen mehr, da die Blüten wieder vollständig entfernt werden. Da es bei Hunden jedoch keinen Placebo gibt, ist eine Wirkung bei fachmännischer Anwendung tatsächlich gegeben. Bachblüten wirken in erster Linie auf den Gemütszustand. Daher werden Bachblüten eingesetzt, um Verhaltensstörungen, Ängste oder sonstige emotionale Störungen begleitend zu therapieren.
Dr. Bach entwickelte seine Blüten nur für den Menschen der damaligen Zeit. Doch auch heute werden Bachblüten erfolgreich für moderne Menschen und seit etwa 15 Jahren auch bei anderen Spezies eingesetzt. Dabei reagieren die meisten “Haustiere” weitaus empfindsamer noch als Kinder auf die einzelnen Blütenessenzen.
Es gibt zwei verschiedene Bachblütenarzneien, die Globuli (Zuckerkügelchen) und die Tropfen in Stockbottles.
Globuli sind winzig kleine Kügelchen. Da sie aus Zucker (Saccharid) bestehen, schmecken sie dem Hund gut und können einfach oral verabreicht werden.
Die Globulis “Mirana Pet” (Siehe Shoplink am Ende der Seite) bestehen in der Regel nach unserem Kenntnisstand nicht aus Milchzucker und sind vegan. Sie sind für Hunde besser geeignet, weil sie keinen Alkohol enthalten.
Stockbottles enthalten etwa 20% Alkohol. In Ausnahmefällen kann dies dem Hund verdünnt verabreicht werden, ansonsten sollte nach Möglichkeit auf Alkohol grundsätzlich verzichtet werden, da er in besonderem Maße Leber und Nieren schädigt.
Bachblüten gibt es viele. Doch nicht nur die Pflanze soll wichtig sein, sondern auch Zeit, Art und Ort der Pflückung. Daher Vorsicht vor billigen Nachproduktionen. Nur die “Original Bachblüten” werden genau nach Dr. Bachs Vorgaben produziert. Sie sind z. B. in Apotheken erhältlich.
Auch wenn es sehr viel Wissen verlangt und Mühe macht, Bach-Blüten-Essenzen selbst zuzubereiten ist grundsätzlich möglich. Ein großer Vorteil ist hierbei, dass wir selbst entscheiden können, ob wir mit Alkohol, Obstessig oder gar nicht konservieren möchten. Wer sich für dieses Thema interessiert, findet im Handel sehr viel Fachliteratur. In der Fachwelt gelten mit liebe zubereitete Essenzen als wesentlich energiereicher als industriell hergestellte Billigprodukte.
Am geeignetsten ist frisches, sauberes Quellwasser. Gutes Leitungswasser oder Mineralwasser ohne Kohlensäure sind ebenfalls empfehlenswert. Wasser aus Heilquellen, destiliertes Wasser oder demineralisiertes Wasser sind hingegen ungeeignet.
Zur Konservierung wird ein Alkohol von bis zu 45% (Brandy, Wodka, Cognac) im Verhältnis 2/3 Wasser und 1/3 Alkohol verwendet.
Wer die Mischungen selbst herstellt, kann alternativ 1/3 Obstessig zur Konservierung verwenden.
Bachblütenessenzen (Urtinktur) sind unbegrenzt haltbar, dennoch werden sie aus arzneimittelrechtlichen Gründen mit einem Haltbarkeitsdatum versehen. Das englische Bach-Centre besitzt heute noch Bach-Blüten-Essenzen, die von Dr. Bach persönlich hergestellt wurden und weiterhin ihre volle Wirkung besitzen.
Werden die Mischungen nicht konserviert, sollten sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb drei Wochen verbraucht werden.
Die Einnahmemischung sollte nicht mehr verwendet werden, wenn Trübungen oder Ausflockung festgestellt werden.
Bachblüten sollten bei Zimmertemperatur, trocken und vor Strahlen und Licht geschützt gelagert werden, also nicht direkt auf den Fernseher, Fensterbank oder Kühlschrank stellen. Sie sind nicht so empfindlich wie homöopathische Mittel, dennoch schadet es nichts, sie ebenso sorgsam zu behandeln.
Verschiedene Therapeuten haben verschiedene Ansichten. Allgemein gilt, dass eine regelmäßige Einnahme (Zwei bis vier mal täglich) für den Erfolg der Behandlung besonders wichtig ist. Bei der Verabreichung muss jeglicher Stress oder Zwang vermieden werden! Es reicht völlig aus, das Mittel einfach ins Trinkwasser oder Essen zu geben. In akuten Situationen werden Bachblüten direkt verabreicht, entweder auf die Haut oder Schleimhäute im Mund oder auf die Nase getropft. Die Menge bzw. die Häufigkeit der Gaben hängt ab von der Größe und der individuellen Reaktionsschwelle des Hundes. Daher können hier nur Durchschnittswerte dargestellt werden.
Bei langfristiger Anwendung ist es besser regelmäßig nur zwei Gaben zu verabreichen und die Menge entsprechend anzupassen, als krampfhaft und erfolglos zu versuchen die vier Gaben einzuhalten. Das Wichtigste bei Bachblüten ist es, keinen Stress und keinen Zwang aufkommen zu lassen. Je öfter und regelmäßiger die Verabreichung erfolgt, um so schneller kann eine Wirkung eintreten. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch lediglich, dass es vielleicht etwas länger dauert, wenn man nicht zu einer häufigen Verabreichung in der Lage ist. Auch wenn sich ein Problem über lange Zeit hinweg manifestiert hat kann es sein, dass es einige Zeit dauert bis eine Besserung eintritt. Bei manchen Hunden muss die Therapie über Monate oder sogar Jahre hinweg immer wieder neu angepasst werden, andere benötigen nach einer kurzen Einstellungsphase nur noch in ganz bestimmten Situationen ihre Spezialmischung.
Die für deine Mitbewohner besten Bach-Blüten sind sicher jene, die du mit viel Liebe selbst gepflückt und hergestellt hast, doch leider blühen die Pflanzen nicht das ganze Jahr über.
Es gibt 38 verschiedene Blütenessenzen. Jede Bachblüte zielt auf eine bestimmte emotionale Stimmung und Situation ab.
| Bach-Blüte | Kategorie | Charakteristik |
|---|---|---|
| Agrimony | Blüte der Ehrlichkeit | Konfliktscheu, um Ruhe, Frieden und Harmonie bemüht |
| Aspen | Blüte der Vorahnungen | Unbestimmbare Angst |
| Beech | Blüte der Toleranz | Intoleranz |
| Centaury | Blüte des Dienens | Lieb, gutmütig und willensschwach |
| Cerato | Blüte der Intuition | Ohne Selbstvertrauen, unsicher und unentschlossen |
| Cherry Plum | Blüte der Gelassenheit | Angst und unkontrollierbare Ausbrüche |
| Chestnut Bud | Blüte des Lernens | Wenig lernfähig, Fehlverhalten wiederholt sich |
| Chicory | Blüte der Mütterlichkeit | Übertrieben fordernd, braucht Aufmerksamkeit |
| Clematis | Blüte der Realität | Teilnahmslosigkeit und Tagträumerei |
| Crab Apple | Blüte der Reinigung | Fühlt sich in der eigenen Haut unwohl |
| Elm | Blüte der Verantwortung | Momentan überfordert und erschöpft |
| Gentian | Blüte des Glaubens | Unsicher, misstrauisch, schnell mutlos |
| Gorse | Blüte der Hoffnung | Selbstaufgabe, kraftlos, resigniert, müde |
| Heather | Blüte der Identität | Selbstbezogen, aufdringlich, unsicher |
| Holly | Blüte der Herzlichkeit | Angriffe und zielgerichtete Aggression |
| Honeysuckle | Blüte der Vergangenheit | Unvermögen, sich von der Vergangenheit zu lösen |
| Hornbeam | Blüte der Spannkraft | Antriebsschwäche |
| Impatiens | Blüte der Zeit | Überschießende Reaktionen, hektisch und ungeduldig |
| Larch | Blüte des Selbstvertrauens | Mangelndes Selbstvertrauen, unsicher, unterlegen |
| Mimulus | Blüte der Tapferkeit | Ängste in konkreten Situationen oder vor bestimmten Gegenständen |
| Mustard | Blüte des Lichts | Grundlose Phasen der Traurigkeit |
| Oak | Blüte der Ausdauer und Kraft | Überarbeitet und erschöpft |
| Olive | Blüte der Regeneration | Völlig verausgabt, erschöpft und kraftlos |
| Pine | Blüte der Selbstakzeptanz | Unterwürfig und ergeben, ständiges “schlechtes Gewissen” |
| Red Chestnut | Blüte der Abnabelung | Übertrieben fürsorglich, Angst um andere |
| Rock Rose | Blüte der Eskalation | Akute und konkrete Paniksituation |
| Rock Water | Essenz der Flexibilität | Starrheit, der Hund nimmt alles zu ernst |
| Scleranthus | Blüte der Balance | Innerlich unausgeglichen, unsicher, Stimmungsschwankungen |
| Star of Bethlehem | Blüte des Trosts | Um schlechte Erfahrungen endlich überwinden zu können |
| Sweet Chestnut | Blüte der Erlösung | Selbstaufgabe nach langem Leidensweg |
| Vervain | Blüte der Begeisterung | Anführertyp, willensstark und hyperaktiv |
| Vine | Blüte der Autorität | Tyrannisch, dominant, herrschsüchtig und ehrgeizig |
| Walnut | Blüte der Geburtshilfe | Innere Labilität durch neue Lebenssituation |
| Water Violet | Blüte der Kommunikation | Stolzer, überlegen und unnahbarer Einzelkämpfer |
| White Chestnut | Blüte der Gedanken | Konzentrationsschwierigkeiten, ruhelos und angespannt |
| Wild Oat | Blüte der Berufung | Unzufrieden, gelangweilt, launisch, unsicher und ohne Ausdauer |
| Wild Rose | Blüte der Lebenslust | Apathisch, lässt sich alles gefallen, hat aufgegeben |
| Willow | Blüte des Schicksals | Schnell beleidigt, misstrauisch, missmutig und miesepetrig |
Beim Menschen werden die benötigten Blüten im Gespräch ermittelt, bei Hunden ist es etwas schwieriger, denn sie können uns nicht sagen, wie sie sich fühlen und was sie empfinden. Doch auch bei Hunden gibt es eine gute Möglichkeit, eine angemessene Mischung heraus zu suchen. Dazu müssen wir den bei uns lebenden Hund gut kennen und seinen Charakter einzuschätzen wissen. Einziges Problem ist, dass jeder von sich glaubt, den besten Draht zu seinem vierbeinigen Mitbewohner zu besitzen, ob es nun wirklich so ist oder nicht. Daher ist es wichtig bei Problemen die Hilfe eines guten Therapeuten in Anspruch zu nehmen, damit eine objektive Beurteilung möglich ist.
Worauf muss ich besonders achten?
Die Bach-Notfalltropfen gehören zu den bekanntesten naturheilkundlichen Mitteln. In emotionalen Ausnahmesituationen werden diese Mittel sehr gerne bei Mensch, Hund und anderen Tieren eingesetzt.
Sie bestehen aus einer Mischung von fünf Blütenessenzen.
Der Nachteil dieser Tropfen ist ihr Alkoholgehalt, aber da sie nur in Ausnahmesituationen angewendet werden und die benötigte Menge sehr gering ist, dürfte der positive Effekt überwiegen.
Wenn eine gründliche Untersuchung erfolgt ist und eine Bach-Blütentherapie als sinnvoll eingestuft wurde, steht die Prognose recht gut. Der Erfolg hängt jedoch auch ab von der Kompetenz des Therapeuten und der Bezugsperson des Hundes sowie der Möglichkeit, die realen Ursachen der Störungen grundlegend zu beheben.
Bei Störungen oder Krankheitssymptomen die weniger als vier Wochen bekannt sind, sollte die Behandlung ebenfalls nicht länger als 4 Wochen dauern.
Häufig ist eine längere Behandlung notwendig, weil sich die Symptome manifestiert haben und nur langsam wieder aufbrechen. Es ist möglich, dass im laufe der Zeit immer wieder eine neue Blütenmischung bestimmt werden muss, da sich das Symptombild des Hundes nach und nach ändert bis eine vollständige Heilung möglich ist.
Bach-Blüten sind alles andere als “völlig Harmlos”. Wenn man einen depressiven Hund behandeln möchte und ihn eigentlich im Tierheim ausgewählt hat, weil er so schön ruhig ist, kann es sehr gut möglich sein, dass er nach erfolgreicher Behandlung alles andere als ein ruhiger Duckmäuser bleibt. Erfahrungsberichte haben bestätigt, dass die Reaktion des Hundes auf die richtige Blütenmischung einen Menschen unter Umständen erst einmal überfordern kann.
Wenn nach der Einnahme unerwartete Reaktionen auftreten, sollte man sich mit dem Therapeuten in Verbindung setzen, damit dieser die Mischung noch einmal überprüfen kann.
Mögliche Symptome, die man erwarten kann und die nach einigen Tagen wieder verschwinden sollten:
Selbstverständlich können Bachblüten keine Wunder wirken. Wenn die Umstände, welche zu der Störung geführt haben nicht behoben werden, können auch die Bachblüten nur mäßig helfen. Daher ist eine ganzheitliche Behandlung und Überprüfung und Regulierung der Lebensumstände von äußerster Wichtigkeit. Einem Hund der durchdreht, weil er z. B. in einer kleinen Dachgeschosswohnung eingesperrt wird und nur zwei mal am Tag fünf Minuten raus kommt, ist nicht allein mit Bachblüten zu helfen.
Bachblüten werden nicht das innere Wesen eines Hundes verändern. Ein neurotischer Terrier wird sicherlich nie das Gemüt eines Bernhardiners erhalten, aber Bachblüten wirken positiv im Rahmen des individuellen Charakters.
Es ist besonders wichtig, den Hund bei Auffälligkeiten vor einer Bach-Blüten-Therapie ausgiebig untersuchen zu lassen. Eine gründliche klinische Untersuchung ist besonders wichtig! Nur so können parallel behandlungsbedürftige Probleme erkannt werden ehe es zu spät ist! Bachblüten können die Heilung der Psyche unterstützen und so Folgeerkrankungen verhindern, doch akute Krankheiten bedürfen weiterer fachmännischer Behandlung. Dreht ein Hund durch, weil er z. B. Zahnschmerzen hat, so werden Bach-Blüten allein ganz sicher nicht helfen.
“Daß unsere Haustiere mehr sind als nur “Biologische Maschinen”, daß sie ein Empfinden, eine “Seele” haben, dürfte inzwischen unbestritten sein. Allerdings haben wir Therapeuten keinen direkten Zugang dazu. So ist es ungemein schwieriger als beim Menschen, beim Tier seelische Probleme festzustellen. Wir sind auf Hilfsmittel (Beobachtung, Fragebogen, Befragung des Besitzers) angewiesen, auf die Interpretation des Tierverhaltens und auf unsere Erfahrungen.”1)
Die Bach-Blütentherapie kann nicht alleine effektiv anschlagen, wenn
und diese Probleme nicht ebenfalls beseitigt werden können.
Manche Hunde sind so empathisch, dass sie das Verhalten ihrer Bezugsperson annehmen und wiederspiegeln, bzw. deren unterdrückte Emotionen ausleben. Häufig ist hier parallel für Mensch und Hund die gleiche Bach-Blüten-Mischung hilfreich. In der Regel erkennt man nicht selbst, wenn dies der Fall ist, doch über diese Möglichkeit nachzudenken lohnt sich.
Nicht alles, was Mensch an Hund stört ist auch eine Verhaltensstörung. Bach-Blüten können die aus der Bahn geratenen Emotionen und Empfindungen wieder “gerade” rücken, nicht aber das Wesen eines Individuums verändern.
Bachblüten gehören zu den wissenschaftlich nicht anerkannten Therapieverfahren, die Bachblütenessenzen hingegen werden als Arzneimittel im Sinne des § 2 Arzneimittelgesetzes gehandelt. Um nicht in rechtliche Schwierigkeiten zu geraten, sollte man daher keine Blütenmischungen weiter geben.
Je nach Problemsituation reicht es nicht, dem Hund ein paar Tropfen zu verabreichen. Um dem Hund wirklich zu helfen, und die Probleme effektiv zu lösen ist es wichtig, die äußeren Umstände im physischen und psychischen Bereich zu erkennen, nach Möglichkeit zu beheben und parallel zur Bachblütentherapie eine Verhaltenstherapie durchzuführen.
Diese Informationen sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker oder Tiertherapeut) ersetzen. Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden, bedarf einer genauen Diagnose, welche ein Laie nicht immer richtig durchführen kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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