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Inhaltsverzeichnis

Die Augen der Hunde

Auge von der Seite

Erklärung

Hunde sind in der Lage, auf weite Entfernungen Bewegungen auszumachen. Dagegen erkennen sie nahe Gegenstände eher schlecht, was manche Menschen zu der Annahme verleiten kann, der Hund sei sehr tollpatschig. Hunde sehen Farben, aber anders als der Mensch. Im halbdunklen können Hunde recht gut sehen.

Haare im und um das Auge

Diverse Hunderassen haben lange, die Stirn und Augen bedeckende Schopfhaare. Dazu gehören z. B.

Vorteile Haare kürzen

Vorteile von langen Haaren vor den Augen

Das gesunde Hundeauge

Die Augen des Hundes sehen klar und glänzend aus. Die Augen sind wachsam und sollten einem Ball problemlos folgen können.

Die Augen sollten grundsätzlich mit Vorsicht behandelt werden. Augenkrankheiten die nicht medizinisch begleitet werden, können im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Bitte handele nicht leichtsinnig wenn es um das Augenlicht deiner Freunde geht.

Wann zum Tierarzt

Zum Tierarzt sollte man immer dann gehen, wenn

Krankheitsanzeichen

Augenbeschwerden

Blaues Auge

Ein blaues Auge ist ein Bluterguß unter der Haut im Augenbereich, der durch einen Schlag auf die Augenhöhle entsteht. Die Farbe ist durch das Fell meistens nicht deutlich sichtbar. Das Auge selbst ist meist nicht betroffen. Sollte der Hund keine Anzeichen einer der o.g. Schädigungen aufweisen ist ein blaues Auge harmlos.

Blutungen im Augapfel

Eine Blutung im Augapfel kann durch einen heftigen Schlag auf das Auge entstehen. In diesem Fall ist Blut in der vorderen Augenkammer (hinter der Hornhaut und vor der Iris). Der Hund muß um Komplikationen entgegenzuwirken umgehend zum Tierarzt.

Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung ist eine durch Viren oder Bakterien hervorgerufene Entzündung der Bindehäute. Weitere Informationen erhältst du unter: Bindehautentzündung

Hornhautentzündung

Die Hornhautentzündung (Kreatitis) sollte grundsätzlich vom Arzt behandelt werden. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt kann sie zu starken Sehfehlern oder Erblindung des Auges führen.

Linsentrübung

Die Linsentrübung ist auch als Katarakt oder grauer Star bekannt. Sie ist als weiße Trübung in der Linse erkennbar. Die Ursachen können angeboren, krankhaft oder altersbedingt sein. Eine der wichtigsten krankhaft bedingten Ursachen der Linsentrübung ist der Diabetes mellitus. Der Altersstar tritt gewöhnlich ab dem 10. Jebensjahr. Generell sind Katarakte nur dann gut zu behandeln, wenn sie frühzeitig erkannt werden.

Kirschauge

Unter einem Kirschauge versteht man den Vorfall der Drüse am dritten Augenlid (Nickhaut). Die Drüse tritt fleischig rot aus dem Augenwinkel hervor, Schwellungen, Rötungen und Ausfluss können auftreten. Das Kirschauge wird durch eine Drüsenüberfunktion verursacht und tritt vorwiegend bei jüngeren Hunden auf. Am anfälligsten für diese Erkrankung scheinen Pekinesen, Bulldoggen, Cocker Spaniel oder Beagles. Das Kirschauge kann von alleine innerhalb drei Wochen abheilen, zu schweren Folgeerkrankungen führen oder durch eine Operation behandelt werden. Die Prognosen stehen sehr gut, wenn die Drüse lediglich wieder auf ihren Platz verschoben wird, sollte die Drüse jedoch entfernt werden, kann es zu ständig trockenen Augen kommen.

Milchglasauge

Unter Milchglasauge versteht man eine milchige Trübung der Hornhaut, die nach einer Hepatitis entstehen kann, in seltenen Fällen auch nach einer Impfung gegen diese Krankheit.Die Sehkraft des Auges ist eingeschränkt und es findet sich eine wässrige Absonderung. Meistens ist nur ein Auge betroffen. Eine Behandlung ist nicht bekannt.

Geschwollene Lider

Eine der häufigsten Ursachen für geschwollene Lider ist eine Entzündung aufgrund einer Infektion, die durch eine Bisswunde übertragen worden ist. Es können aber auch Überempfindlichkeitsreaktionen auf einen Insektenstich in Frage kommen. Die Schwellungen können sich über die gesamte Kopfhälfte ausbreiten. Der Tierarzt sollte eine ursächliche Behandlung einleiten, da der Symptomenkomplex für den Hund sehr schmerzhaft ist.

Warzen

Feigwarzen am Augenlid können die Hornhaut wund machen. Sie entstehen durch ein chronische Entzündung einer Drüse im Lidrand. Eine chirurgischen Entfernung kann eine Hilfe sein, jedoch verhindert sie nicht das entstehen von neuen Warzen. Die Immunabwehr des Hundes sollte gestärkt werden und das Fell um die Augen kurz gehalten werden.

Triefaugen

Ein Triefaugen entsteht dadurch, das die Tränenflüssigkeit nicht mehr richtig durch den am inneren Augenwinkel gelegenen Tränen-Nasen-Gang abfließen kann. Die Tränenflüssigkeit läuft über und es entseht eine dunkle, nasse Straße auf der Behaarung des Gebietes zwischen Auge und Nase. Die Ursachen sind meistens eine gesteigerte Tränenproduktion aber ein verlegter Tränen-Nasen-Gang. Allerdings kann ein Triefauge auch als Begleiterscheineung bei anderen Erkrankungen (z.B.: der Bindehautentzündung) auftreten. Ein ansonsten symptomloses Triefauge stellt kein Problem für die Hunde da.

Ektropium

Nach außen gekehrtes Augenlid, siehe Ektropium

Entropium

Das Entropium ist eine genetisch bedingte Fehlstellung des Augenlieds, bei der das Augenlid nach innen gedreht ist.

Zu wenig Tränenflüssigkeit

Zu wenig oder gar völliger Stillstand der Tränenproduktion ist eine ernste Bedrohung für das Auge. Es ist ratsam einen Tierarzt aufzusuchen, der dem Hund entsprechende Augentropfen verordnen wird. Siehe auch: Tränenflüssigkeit der Hunde

Mehrreiige Wimpern

Eine zweite Reihe Augenwimpern reizt die Augenoberfläche und führt zu verschiedenen Infektionen. Einzige effektive Maßnahme ist eine operative Entfernung.

Häufig betroffene Hunde sind

Allgemeine Therapien

Augenausfluss

* Dickflüssiger Augenausfluss - alle 4 Stunden 1 Globuli Pulsatilla C6 nach Absprache mit einem Tierheilpraktiker.

Anatomie des Hundeauges

Skizze eines Hundeauges

Hornhaut (1)

Die Hornhaut (Kornea) bildet zusammen mit dem Tränenfilm die äußerste Schutzschicht des Auges. Die Kornea besteht zu 81 Prozent aus Wasser.

Pupille (2)

Linse (3)

Die Linse wird durch die Zonulafasern (Siehe 4.) fixiert. Sie ist in der Lage, in hohem Maße das Licht zu brechen (hoch refraktiv). Die Linse ist ein transparenter und bikonvexer Körper. Ihr Durchmesser beträgt 10 mm.

Aufhängebänder (4)

Der Aufhängeapparat (Zonulafasern) hält und bewegt die Augenlinse (3). Er fokusiert das Bild auf der Netzhaut und sondert eine Flüssigkeit ab, welche die Hornhaut nährt.

Iris (5)

Die Iris ist ein muskulärer Ring, welcher vom Nervensystem kontrolliert wird. Die Iris bestimmt die Lichtmenge, die ins Auge eintreten kann ähnlich der Öffnung einer Kamera.

Ziliarkörper (6)

Der Ziliarkörper ist ein Gewebering hinter der Iris. Am Ziliarkörper ist der Aufhängeapparat (4) befestigt.

Tränendrüse (7)

Die Tränendrüse befindet sich Unter dem oberen Lid. Sie produziert die Tränen, um die Hornhaut feucht zuhalten und vor einer Austrocknung zu bewahren, was zu Entzündungen führen kann. Damit die Tränen nicht ständig laufen, gibt es ein spezielles »Drainage«-System. Das obere und untere Lid haben je einen kurzen Gang im inneren Winkel. Diese formen einen gemeinsamen Tränengang, der die überschüssigen Tränen eines jeden Auges in die Nasenhöhle leitet.

Glaskörper (8)

Netzhaut (9)

Die Netzhaut (Retina) ist eine innere, lichtempfindliche Schicht des Auges. Sie enthält zwei lichtempfindliche Zellen, die Stäbchen und die Zäpfchen. Die Stäbchen sind besonders empfindlich und arbeiten auch bei sehr schwachem Licht, können jedoch nur Schwarz oder Weiß unterscheiden. Auf der Retina des Hundeauges gibt es nur etwa fünf Prozent Zäpfchen, alles andere sind Stäbchen.

Aderhaut (10)

Auf der Aderhaut befindet sich eine lichtreflektierende Schicht.

Lederhaut (11)

Die Lederhaut geht von der Vorderseite des Auges in die Hornhaut über. Die Lederhaut wird auch Sklera genannt.

Sehnerv (12)

Nickhaut (13)

Hunde haben je Auge ein drittes Lid, das als Nickhaut bezeichnet wird. Die Nickhaut hat die Funktion eines Scheibenwischers, der Fremdkörper entfernt. Dieses ist größtenteils unter dem unteren Lid versteckt und man kann nur ein kleines Stückchen dieser farbigen Membrane im inneren Augenwinkel erkennen. Bei einigen Rassen ist die Nickhaut sehr auffällig. Wenn sich das untere Augenlid durch Krankheit oder Alter zurückzieht, wird die Nickhaut deutlicher erkennbar. Geschieht dies sehr plötzlich und die Nickhaut bleibt sichtbar, kann dies Anzeichen von Krankheiten oder Schmerzen sein.

Die Nickhaut enthält eine Drüse, die ca. 30 % der Tränenflüssigkeit produziert um die Augenoberfläche feucht zu halten.

Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, sie sind dennoch ohne Gewähr.

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