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Welpen sind immer sooo süß, sie sind noch formbar und anhänglich, also wenn schon einen Hund aufnehmen, dann nur einen Welpen. So denken leider die meisten Menschen, doch dass Welpen auch viel Arbeit machen und nicht immer so funktionieren, wie man es vielleicht gerne hätte, übersehen viele gerne. Wenn es dem Menschen dann zu viel wird, kommen die Welpen in einen separaten Raum oder werden schnellstmöglich “erzogen”. Sehr häufig landen dann gerade diese Hunde nach einer langen Odyssee von einer Hand zur nächsten wieder im Tierheim, weil niemand jemals wirklich auf ihre Bedürfnisse geachtet hat. Solche Hunde sind dann jene, die kaum eine Chance haben vermittelt zu werden, weil sie massive Verhaltensstörungen wie Bissigkeit oder Frustpinkeln entwickelt haben.
Achte also bitte darauf, dass du nicht zu jenen gehörst und informiere und reflektiere dich vorher ausgiebig, bevor du einen Welpen aufnimmst.
Solltest du an einen Rassehund geraten, kannst du dich über seine grundsätzlichen Besonderheiten und spezielleren Bedürfnisse informieren, bevor ihr feststellt, dass ihr nicht so wirklich zusammen passt. Doch bitte denke daran, Züchter produzieren Hunde, um an ihnen zu verdienen und jedes produzierte Lebewesen bedeutet, dass ein anderes nicht aus dem Tierheim oder einer Tötungsstation im Ausland gerettet werden kann. Tiere, die wie Waren gekauft wurden, werden auch dementsprechend behandelt und häufig schneller wieder entsorgt als angeschafft und benötigen dann auch wieder einen Platz im Tierheim oder einer Pflegestelle. Bitte unterstütze so etwas nicht!
Hundekinder und Menschenkinder sind sich sehr ähnlich. Sie sind aufgeweckt, wissbegierig und nehmen alles in den Mund und probieren alles aus, was sie zu fassen bekommen. Daher ist es überaus wichtig, die Wohnung Hundesicher einzurichten. Herumliegende und verschluckte Gummibänder, Nähnadeln, Zwirnrollen, Klebetuben, usw. wären nicht das Erste mal dafür verantwortlich, dass ein Hund zum Tode verurteilt wird. Kleine Gegenstände, Giftpflanzen, sonstige Giftstoffe (wie Dünger, Spülmittel usw), Mülleimer, Kinderspielzeug und alles, was man noch behalten möchte wie Bücher oder Schuhe müssen außerhalb der Reichweite eines Welpen aufbewahrt werden.
Junge Hunde benötigen besonders gutes Spielzeug und viel Zuwendung. Wer sich viel mit dem Hund beschäftigt, wird zum Dank einen Hund an seiner Seite haben, der emotional gefestigt, vertrauensvoll und glücklich ist. Wer sich kaum um den Hund kümmert, wird ihn sicher nicht lange in seiner Obhut haben wollen, denn dann wird er weiterhin sein Geschäft in die Wohnung machen, Dinge zerstören, trotzig und aggressiv werden.
Über die Erziehung sollte man sich ausgiebig informieren. Nie wird mensch so viel falsch machen können wie in den ersten Lebensmonaten. Hier prägt sich Verhalten und Charakter. Negative Bestätigung in Form von Strafen sollten grundsätzlich tabu sein. In echten Gefahrensituationen kann ein kleiner Schreck schlimmeres verhindern, doch wenn man übertreibt, können bleibende Störungen entstehen.
Alle Welpen machen Anfangs ihr Geschäft in der Wohnung und zwar dann, wenn sie müssen. Bis man einem jungen Hund beigebracht hat, wo er Pipi machen darf und wo nicht, können bis zu acht Wochen vergehen. Es ist kein Grund zur Beunruhigung, wenn die Nachbarin erzählt, dass sie es bereits in zwei Wochen geschafft hat. Zum einen übertreiben Menschen gerne, wenn sie sich wichtig tun, zum anderen brauchen sanfte Methoden häufig einfach etwas länger, sind dafür aber viel besser für die Beziehung.
Hunde beschmutzen ihren Schlafplatz normalerweise nicht. Wenn man den Welpen nach dem Schlafen sofort nach draußen bringt, stehen die Chancen gut, dass er gleich dort sein Geschäft erledigt. Dann bitte überschwänglich loben und freuen! Außerdem müssen die Welpen nach jeder Mahlzeit (am besten eine Stunde lang) und vor dem Schlafen gehen nach draußen gebracht werden. Damit der Hund nicht mitten in der Nacht muss, wird empfohlen, etwa fünf Stunden vor dem zu Bett gehen nichts mehr zu Essen zu geben.
In der Anfangszeit kann es hilfreich sein, vor dem Bettchen Zeitungen auszulegen. Wenn der Hund immer an die Selbe stelle geht, um sein Geschäft zu erledigen, werden auch dort Zeitungen ausgelegt. Wann immer man sieht, dass der Hund gerade dabei ist, etwas zu machen, wird er sanft nach draußen gebracht. Erledigt er dort sein Geschäft, wird gelobt.
Nur, wer sich ausgiebig um den Hund kümmert, wird erfolg haben. Wenn man den Welpen einfach raus lässt, wird er nicht wissen, dass er dort sein Geschäft erledigen soll. Das Mitgehen und überschwängliche Loben im rechten Moment ist die wichtigste Maßnahme. Auch ein deutliches Nein und das sofortige heraus tragen wenn er ein Geschäft in der Wohnung erledigen möchte ist unerlässlich, doch dafür muss man ständig mit einem Auge an dem Welpen kleben.
Strafen, Schimpfen oder mit der Nase in die Exkremente stupsen sind unsinnige und demütigende Methoden und blockieren das Vertrauen. Der Hund weiß nicht, warum der Mensch plötzlich aggressiv reagiert und bringt es nicht mit der “bösen Tat” in Verbindung. Lediglich, dass der Mensch unberechenbar ist und dass man sich vor ihm hüten muss bleibt hängen. Keine ideale Basis für eine echte Freundschaft.
Hunde nutzen gerne immer wieder die selben Plätze um ihr Geschäft zu erledigen. Daher ist es wichtig, sofort alles gründlich zu reinigen und selbst dann haften noch Geruchsmoleküle am Boden, die überdeckt werden sollten. Verwende z. B. im Putzwasser Essigessenz oder reibe die Stelle anschließend dünn mit einem ätherischen Öl ein. Natürlich sollte dann nicht die Gesamte Wohnung stinken, das ist auch wieder sehr unangenehm für den Hund.
Noch wichtig zu wissen, der Kot von Welpen enthält häufig Wurmeier, die schon von der Mutter übertragen wurden. Penibelste Reinigung ist also oberste Pflicht. Nicht “nur” für den Hund selbst sind die Eier gefährlich, auch alle anderen Lebewesen inklusive der Menschen können befallen werden.
Wenn der Hund trotz aller Mühe nicht sauber werden “will”, solltest du dich hier einmal informieren und andere Möglichkeiten in Betracht ziehen: Inkontinenz
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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