Sie befinden sich hier: Vegan-Hund » Familienleben mit Hunden » Verhalten » Angst

Inhaltsverzeichnis

Angst

Angst resultiert aus Ungewissheit und Anspannung, welche durch eine eingetretene oder erwartete unangenehme Erfahrung hervorgerufen wird. Auch Hunde können Phobien entwickeln und steigern sich regelrecht in ihre Ängste rein.

Ursachen

Hilfe

Psychologie

Es gibt sehr viele Arten von Ängsten. Sie alle lassen sich unter normalen Umständen mit den entsprechenden Methoden recht gut weg trainieren. Wichtig ist, sehr einfühlsam und behutsam mit dem Hund um zu gehen. Schocktherapie ist nicht angebracht und auch seltenst überhaupt wirksam.

Der Trick ist, selbst ganz ruhig und gelassen reagieren und das unangenehme mit dem angenehmen zu verbinden. Daher auch die anschließenden Bestechungen bei vielen Tierärzten.

Beispiele

Angst vor dem Auto

Anfangs selbst ins Auto setzen, und zwar auf den Hundeplatz. Sollte der Hund aufmerksam werden, kann man beginnen ihn ein wenig zu locken. Wenn er von selbst hinein springt, lange und ausgiebig krabbeln. Wenn nach einigen Tagen kein Interesse an dem neuen Sitzplatz des Alphatieres (DU) besteht, kann versucht werden ihn hinein zu setzen. Dies sollte jedoch nicht in einem Desaster enden. Sitzt der Hund, streicheln, Leckerchen, verwöhnen und schnell wieder aus der Situation entlassen. Die “Sitzungen” langsam ausdehnen, bis der Hund freiwillig eine Weile im Auto bleibt. Erst dann kann damit begonnen werden das Auto zu starten. Dazu bleibt eine Person bei dem Hund, die andere betätigt den Zündschlüssel. Gerät der Hund in Panik beginnt das Spiel von neuem. Nur kurz der Situation aussetzen und viel positives beisteuern. Ist diese Hürde genommen kann eine kurze Spazierfahrt zu einem nahen, möglichst schönen Ort unternommen werden. Ein Wald mit Bachlauf und Spielwiese wäre ideal.

Angst vor dem Tierarzt

Diese Übung kann sehr teuer werden, sich allerdings um so mehr für den Hund lohnen. Dazu muss man lediglich zum Tierarzt gehen - und zwar bevor der Hund krank wird. Besonders Ängstliche Hunde sollten beim Erstbesuch nur Leckerli und Streicheleinheiten erhalten. (Es gibt Tierärzte, die - zumindest ein mal - nichts dafür berechnen, fragen lohnt sich also.) Beim nächsten Besuch kann vielleicht bereits ein kleiner Routinecheck (in die Ohren und den Mund gucken usw.) durchgeführt werden. Manchmal dauert es jedoch länger, dann wäre vielleicht auch zu überlegen ob es an dem behandelnden Menschen liegen könnte. So vorbereitet hat der Hund, wenn es einmal Ernst wird, Vertrauen zu dem Tierarzt aufgebaut und fühlt sich in den Praxisräumen sicherer. Das Leckerli am Ende des Besuches ist natürlich enorm wichtig.

Hat der Hund mehr Angst vor der Untersuchung als vor dem Tierarzt, so kann man Routineuntersuchungen zu Hause bereits spielerisch einüben um die Angst zu nehmen.

Angst vor Fremden

Für diese Übung wird ein besonders einfühlsamer, aber fremder Mensch mit einer weichen Stimme und nicht zu wuchtigem Körperbau benötigt. Dieser Mensch nähert sich regelmäßig dem Hund. Langsam und immer wieder ein bisschen mehr. Je nach dem was der Hund mag kann zur positivverstärkung mit seinem Lieblingsspielzeug, einem Leckerli oder sanften Berührungen gearbeitet werden. Je öfter der Hund dieser Situation - welche ja nun nichts bedrohliches hat - ausgesetzt wird, um so schneller verliert er seine Scheu. Je nachdem kann es nötig sein verschiedene Menschen für diese Erfahrungen ein zu setzen, da die erste Person nach einigen Versuchen nicht mehr fremd für den Hund ist.

Angst vor Männern

Sehr viele Hunde haben große Angst vor dominant wirkenden Männern. Um hier Abhilfe zu schaffen kann eine ähnliche Methode angewendet werden wie bei Fremden. Darüberhinaus kann der Mann darum gebeten werden, mit einer möglichst hohen Stimmlage zu sprechen. Tiefe Männerstimmen erinnern an Knurren und sind somit für den Hund eine Drohgebärde.

Angst vor Geräuschen

Geräusche können mit einem Tonbandgerät aufgenommen und dem Hund regelmäßig vorgespielt werden. Dazu den Ton erst sehr leise, später immer mehr auf normale Lautstärke regulieren. Evtl. auch mit Leckerli loben wenn keine negative Reaktion seitens des Hundes auf das Geräusch folgt. Siehe hierzu auch: Angst durch Lärmbelästigung

Wichtig

Hat ein Hund plötzlich große Angst oder gar Panik, sollte man sich im ersten Moment von ihm fern halten. In der rasenden Angst kann es sein, dass der Hund nach allem schnappt was sich in Reichweite befindet.

Es gibt viele Methoden wie man einem Hund die Ängste nehmen kann. Genau so viel kann man dabei jedoch auch falsch machen. Daher sollte zur Sicherheit immer ein einfühlsamer Fachmensch hinzugezogen werden.

Zurück zu Verhalten oder Familie