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Wenn wir Menschen von einem Heim in ein anderes wechseln, geht dies völlig anders von statten als bei Hunden. Hunde verstehen in der Regel nicht, dass es jetzt in ein neues Heim geht, sie spüren nur die Aufregung, sie sehen dass alles, was sie bisher kannten nach und nach in Kisten verschwindet und dann gar nicht mehr da ist, bis sie plötzlich selbst in eine völlig fremde Umgebung gebracht werden.
Hunde sind sehr unterschiedlich belastbar. Wo der eine es total spannend findet, sein neues Revier zu erkunden, legt sich ein anderer deprimiert in die Ecke und trauert. Auch wenn ein Wohnortswechsel nicht gefällt, kann ein Umzug nötig sein. Hier die besten Tricks um den Stress für Hund und Rudel erträglich zu machen.
Während einem Umzug nehmen die Hunde sämtliche Energie war, die wir aussenden. Diese können sehr widersprüchlich sein und den Hund verunsichern. Dazu können gehören:
Wenn die emotionale Energie während dem Umzug nicht auf einem normalen Level gehalten werden kann, dann sollte man sich überlegen, ob der Hund in dieser Zeit nicht besser bei den Großeltern oder Freunden aufgehoben ist. Versuche in jedem Fall in Gegenwart des Hundes möglichst die gewohnte starke, positive Energie zu verbreiten, die er gewohnt ist.
Hunde haben andere Wertvorstellungen als Menschen. Für den bei dir lebenden Hund kann ein gammeliger Sessel oder ein oller Teppich das größte sein! Und wenn das ganze Haus komplett neu eingerichtet wurde, solche Dinge müssen mit! Die Sachen vermitteln Geruch und Gefühl von zu Hause und sind ungemein wichtig!
Am Tag vor dem Umzug muss unbedingt ein Raum so weit eingerichtet sein, dass sich der Hund dorthin zurück ziehen kann und vor dem Umzugstrubel geschützt ist. Das Zimmer so weit wie möglich bewohnbar machen und nicht die Lieblingsmöbel vergessen.
Wenn Hunde sich ein neues zu Hause suchen, legen sie dazu weite Wege zurück. Sie laufen viel und schnuppern überall um sich zu orientieren. Dies sollten wir ihnen bei einem Umzug auch ermöglichen. Sobald die Entscheidung klar ist, wo die Familie (das Rudel) künftig leben wird, kann man die Spaziergänge in diese Gegend verlegen. Am Tag des Umzugs kann dann die erste Bezugsperson des Hundes mit diesem eine Wanderung zu ihrem neuen Heim unternehmen. Dadurch wird nicht nur die Suche nach einem neuen Revier nachgestellt, der Hund baut seine überflüssigen Energien ab und wird dem neuen Lebensraum viel entspannter gegenübertreten.
Die erste Nacht ist am schlimmsten. Aber wer nicht gewillt ist, sein Bett in Zukunft zu teilen, sollte auch in der ersten Nacht nicht nachgeben und dem Hund Platz machen. Hunde sind Rudeltiere und müssen bei der Herde sein. Also sollte auch ein Schlafplatz für den Hund im Schlafzimmer Raum finden. Immer - Nicht nur beim Umzug! Um den fremden Geruch zu überdecken kann es sehr hilfreich sein, dem Hund ein getragenes Unterhemd oder T-Shirt in sein Bettchen zu legen. Viele Hunde sind für den gewohnten Geruch direkt vor der Nase sehr dankbar.
Nach einem Umzug ist es sinnvoll, dem Hund zumindest für eine Weile einen Adressanhänger umzubinden. Manche Hunde sind so verstört, dass sie ernsthaft versuchen wieder nach Hause zu laufen. Besonders, wenn sie von ihren Menschen in der Anfangszeit vermehrt allein gelassen werden.
Es ist Vorteilhaft, so schnell wie möglich wieder Alltag einkehren zu lassen. Worauf unter gar keinen Umständen verzichtet werden darf, sind die täglichen gewohnten Rituale. Auch wenn man gerade kaum treten kann vor lauter Kartons, der pünktliche Spaziergang ist sehr wichtig für die Psyche von euch beiden!
Auch wenn ein Umzug noch so stressig ist - ein Hund kann nichts dafür dass der Möbelpacker die teure Vase beschädigt hat oder plötzlich das ein oder andere Teil nicht mehr auffindbar ist. Der Hund spürt die Anspannung, die Hektik und ist sehr verunsichert. Für alle beteiligten ist es besonders wichtig, viele Pausen für Zuwendung, Streicheleinheiten und Spielen einzuhalten, nicht aber den Hund übertrieben bedauern.
Auf keinen Fall den Hund in der unbekannten Umgebung Stunden lang alleine lassen. Dies ist nicht nur gefährlich für die neue Einrichtung, sondern besonders traumatisch für den Vierbeiner. Im Idealfall nimmt man sich etwa 3 Wochen Urlaub nach dem Umzug, anschließend noch einmal so lange wie möglich der Partner. Oder einen bekannten Dogsitter wie Omi, Tante oder Freundin einladen, damit ab und an jemand nach dem Hund sehen kann. Bevor er allein gelassen wird, immer erst eine große Runde spazieren gehen und dann etwas zu Essen geben. Danach schläft fast jeder Hund.
Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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