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Wenn ein Hund immer älter wird müssen wir uns damit auseinander setzen, dass er sterben wird. Doch im Gegensatz zu uns Menschen kennen Hunde nicht die ständige Angst vor dem älter werden und dem Tod. Sie spüren zwar, dass ihre Kräfte nachlassen, dennoch scheinen sie damit besser umgehen zu können als der Mensch. Hunde genießen jeden Tag, jeden Spaziergang, jedes Leckerli. Wenn sie nicht mehr können hören sie auf zu Essen und sterben. Nun, ganz so einfach ist es leider auch nicht. Es fällt uns Menschen unglaublich schwer dem langsamen Alterungsprozess unseres geliebten Freundes zuzusehen. Oft, wenn der Leidensdruck zu groß ist entscheidet sich der Mensch für die Sterbehilfe.
Der Hund benötigt seine Zeit um mit dem Leben abzuschließen. Das kann ein paar Stunden oder auch Tage dauern. Während dessen sollte man seinem Gefühl vertrauen und da sein wenn der Hund einen braucht. (Nimm dir für die Zeit Urlaub oder lass dich krankschreiben!)
Er wird sich die Plätze suchen, die er gerade in diesem Moment braucht. Sicher möchte jeder, dessen Zeit gekommen ist, am liebsten in der gewohnten Umgebung sterben und nicht plötzlich in einen Keller gebracht werden oder im Krankenhaus/beim Tierarzt sterben. Erkundige dich schon vorher, welche Tierärzte Hausbesuche machen, falls du merkst, dass er extreme Schmerzen hat und leidet.
Wenn er aufsteht um ein paar Schritte zu gehen, dann hilf ihm das er sein Ziel erreicht, ohne sich ganz zu verausgaben. Ein wenig stützen hilft. Trage ihn aber nicht herum und dränge dich ihm nicht auf. Ein um den Bauch gelegtes Handtuch kann ideal als Gehhilfe verwendet werden. Einfach die beiden Enden oberhalb des Hundes zusammen nehmen, so kann man ihm wenn es nötig ist diskret und bequem “unter die Arme greifen”
Vielleicht verbringt er die letzte Stunde noch einmal an seinem Lieblingsplatz, vielleicht legt er sich auch auf möglichst kalten Steinboden, in den Garten.....
Zum Sterben geht er wahrscheinlich soweit weg wie er es dann noch kann.
Der Hund befindet sich jetzt in einem Zustand in dem er schon nicht mehr ganz im Hier und Jetzt ist. Alles was jetzt mit ihm passiert gehört zum Leben dazu. Also behalte die Nerven und lass ihn in Ruhe diesen Sterbeprozess erleben. Das Sterben verläuft oft wie die Geburt wehenartig, also schubweise. Lass ihn gehen und nimm seinen Abschied respektvoll an.
Lege dich zu dem sterbenden Hund und streichle ihn ruhig und sanft. respektiere aber auch, wenn ihm das unangenehm ist und ziehe dich in dem Fall diskret zurück. Die Gesten können im laufe der Zeit dezenter werden, im Rahmen der eigenen Trauer kann es passieren, dass mann nicht bemerkt wenn dem Hund etwas unangenehm wird. Gehe in dich und versuche dich wirklich darauf zu konzentrieren, herauszufinden was der Sterbende wirklich braucht und will.
Er wird zeigen ob er Deine Nähe jetzt will oder ob er lieber allein ist und du dich diskret im Hintergrund halten solltest.
Schreibe dir ein paar Nummern von Tierärzten raus, die auch Hausbesuche machen. Bedenke, dass der Hund sich nicht an irgendwelche Sprechzeiten halten wird. Wenn du weist, welcher Tierarzt im Notfall auch um 3:00 Uhr Nachts anrückt, kannst du viel Zeit durch unnötiges rumtelefonieren sparen.
Wenn der Hund eines natürlichen Todes stirbt, dann kann der Tierarzt Beschwerden behandeln. Wasser in der Lunge kann mit Hilfe einer Infusion beseitigt werden, Schmerzen können gelindert werden.
Handtücher und warmes Wasser können sinnvoll sein parat zu haben.
Alles aus dem Weg räumen woran der Hund sich verletzen kann und empfindliche Teppiche, falls man um sie Angst hat, schon lange vorher einrollen und wegräumen.
Möglichst auch selbst eine mitfühlende, diskrete Schulter zum ausweinen in der Nähe haben.
Bitte verwende die hier erwähnten Mittel immer nur in Absprache mit einem Fachmenschen!
Das Homöopathische Mittel Carbo vegetabilis1) (Holzkohle) wird Hunden, die energetisch sehr schwach sind, als Hochpotenz verabreicht. Dadurch soll ein Zustand der Energielosigkeit herbeigeführt werden, der das Hinüberschlafen ermöglicht.
Siehe auch: Info über Homöopathie
Siehe auch die Infos über Bachblüten
Die Bachblütenmischung Rescue Remedy ist insbesondere in solchen Situationen sehr hilfreich und sollte in regelmäßigen Abständen eingenommen werden.
In schweren Fällen lassen sich viele Menschen dankbar unter Medikamente setzen. Aus Tierrechtssicht sind Medikamente natürlich abzulehnen, doch möchten wir hier nicht leugnen, dass sie manchen Menschen sicher helfen, die Zeit kurz davor und danach besser zu überstehen.
Sicher braucht man dies niemandem mehr erklären und “glücklicher Weise” ist es sogar wissenschaftlich bewiesen worden, dass auch Hunde trauern. Hunde trauern intensiv und heftig, aber sie lassen sich nach einiger Zeit auch wieder in die Realität zurück holen. Mit einem trauernden Hund sollte man ebenso einfühlsam umgehen wie üblich, doch spätestens nach einigen Wochen (oder auch mal etwas länger) sollte die Familie zur Tagesordnung übergehen. Häufig wird sogar der Hund daran gehindert wieder in ein geregeltes Leben zurück zu finden obwohl er dies gerne würde, weil der Mensch derjenige ist der noch trauert. Aber wir müssen uns um jene kümmern die uns brauchen solange sie noch leben. Hinterher trauern ist wichtig, nutzt dem verstorbenen jedoch nichts. Es ist sehr wichtig sich jetzt um die zurückgebliebenen zu kümmern.
Auch wenn es unglaublich schmerzt, sollte man sich mit diesem Thema genauer auseinander setzen. Alle Hunde, die beim Tierarzt abgegeben werden, werden vom Abdecker entsorgt. Wer einmal gesehen hat, wie die toten Tiere in den gekühlten “Mülleimern” liegen, wie sie dann verladen und entsorgt werden, würde niemals seinen geliebten Freund zu so etwas hergeben. Doch welche Alternativen gibt es?
Nur wenige können sich glücklich schätzen ein eigenes Grundstück mit Garten zu besitzen in dem sie einen Friedhof anlegen können. In den meisten Gemeinden ist dies sogar nicht einmal erlaubt. Einige Städte bieten jedoch spezielle Tierfriedhöfe an. Dort kann man auch die Vierbeinigen Angehörigen ebenso würdevoll bestatten wie die menschlichen - doch ebenso teuer.
Verschiedene Firmen bieten an, den Hund abzuholen, zu verbrennen und falls gewünscht in einer Urne zurück zu bringen. Diese kann man verstreuen, begraben oder aufbewahren. Je nach Wohnortslage und Größe des Hundes kann dieses Verfahren erst einmal sehr teuer sein. Mit 500 € sollte man da schon mal rechnen. Der Vorteil ist, dass keine Folgekosten entstehen, es gibt keinen Ärger mit Behörden und man hat doch das Gefühl einer würdevollen Bestattung.
Wer gerade in einem Trauerprozess ist, sollte die folgenden Zeilen unbedingt überspringen.
Es gibt auch eine andere Sichtweise, die zwar für den Trauernden unmöglich erscheint, doch trotzdem wichtig zu erwähnen ist. Dem Hund, wenn er erst einmal gestorben ist, dürfte es völlig egal sein was mit seinem hinterlassenem Körper geschieht. Mit dem Geld, was man jedoch nicht für überteuerte Beisetzungen ausgibt, ist es wiederum möglich einem anderen Lebewesen zu helfen. Wir müssen uns um die lebenden kümmern, solange dies möglich ist. Durch eine noch so tolle Zeremonie können wir an dem Toten nichts mehr gut machen. (Dies ist übrigens ebenso auf Menschen und alle anderen Spezies übertragbar!)
Um die eigene Trauer zu verarbeiten kann es hilfreich sein, seinem geliebten Freund ein eigenes Grab am PC anzulegen. Dies nutzt natürlich nicht den Tieren, aber es hilft, die eigene Trauer zu verarbeiten. Es gibt viele Seiten, wo du ganz leicht eine eigene Seite über deine Trauer anlegen kannst, natürlich bieten wir bei Bedarf auch gerne hier diese Möglichkeit an.
Wenn die Kraft zu ende geht ist es kein Sterben sondern Erlösung.
Hunde verlassen diese Welt ohne bedauern und ohne unerledigtes zurück zu lassen.
Aus spiritueller Sicht gibt es kein sterben, keinen Tod im eigentlichen Sinne. Das Sterben ist lediglich der Übergang in eine andere Energieform. Wasser ist flüssig, wenn die Sonne darauf scheint trocknet es aus. - Oder doch nicht? Wird es nicht viel mehr zu Wasserdampf und kommt irgendwann als Regen wieder auf die Erde? Du kannst Wasser nicht vernichten. Du kannst es sogar eine lange Zeit einfrieren, aber irgendwann kann es wieder zu Wasser werden. So wie wir Wasser nicht zerstören können, so ist es auch nicht möglich die Energie in uns (in jedem Lebewesen) auszulöschen. So wie Wasser ab und an seinen Zustand ändern muss um weiter zu existieren, so kann auch die uns innewohnende Energie nicht ewig im physischen Zustand bleiben. Somit ist es kein sterben, sondern lediglich der Übergang in eine neue Existenz, die wir mit unserem Verstand nicht erfassen können. Wir sollten also keine negative Energie durch schlechte Gedanken verbreiten, sondern uns liebevoll verabschieden und so lange wir diesen Weg begleiten können all unsere Kraft schenken.
Hunde (wie alle anderen Lebewesen) sind anders als Menschen - aber sind sie damit automatisch auf einem spirituell niedrigerem Niveau? Vielleicht tragen sie im Gegensatz zu den meisten Menschen auf diesem Planeten das kosmische Geheimnis bereits in sich? Vielleicht fürchten sie sich gar nicht vor dem Tod, weil sie bereits spüren dass nichts schlimmes geschehen wird? Vielleicht machen sie es völlig richtig indem sie sich nicht ständig Sorgen oder Vorwürfe machen und völlig im Augenblick leben?
Du selbst wirst wissen, dass der bei dir lebende Hund viel mehr ist als “nur ein Tier”. Du weißt dass der Hund dir immer ein treuer Begleiter war und ein Bewusstsein (wenn auch etwas anders als das menschliche, aber warum auch nicht?) und eine Seele hat. Warum also sollten Hunde nicht in den Himmel können? Das Privileg als einziges Lebewesen in das göttliche Reich einkehren zu können vergibt sich der Mensch selbst, nicht Gott. Er hat alle anderen Tiere wie uns Menschen auch erschaffen, er würde sie uns im Paradies nicht nehmen. Vertraue darauf, dass deine Freunde alle im Paradies mit dir vereint sein werden.
Aus buddhistischer Sicht werden wir ständig wiedergeboren um etwas zu lernen und uns weiter zu entwickeln. Wie könnte es demütiger sein als in der Position eines treuen Hundes. Wir können unsere Lieben so unauffälliger begleiten, beschützen und ihnen etwas zeigen. Oft treten Wesen in unser leben, führen uns wieder auf den rechten Pfad und verschwinden wieder. Dies ist ganz normal. Wir alle müssen lernen Liebe anzunehmen und Liebe zu geben. Auf dem Weg der Erleuchtung ziehen beide Seiten ihren Nutzen daraus und wechseln sich ständig ab. Wir müssen dankbar sein, dass unser Freund uns so lange liebevoll begleitet hat. Nun können wir ihm etwas zurück geben, indem wir ihn in Frieden gehen lassen.
Wenn der Hund nicht leidet und keine Schmerzen hat, wird er das alles problemlos durchstehen. Es kommt im Grunde immer nur darauf an, in wie weit das die Begleitpersonen aushalten und ihre Nerven mitspielen.
Was man sich vorher vornimmt ist völlig egal. In der jeweiligen Situation muss man auf alles vorbereitet sein und individuell entscheiden was gerade richtig ist. Je besser du vorbereitet bist, desto eher kannst du die richtigen Entscheidungen zum Wohle des Hundes treffen.
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