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Hunde haben ein vielfach feineres Gehör als wir Menschen. Hohe oder laute Töne sind für sie oft pure Folter.
Es gibt verschiedene Situationen in denen viele Hunde am liebsten einfach nur sterben möchten. Sei es zu Silvester die Knallerei oder zur Hochzeit der Polterabend. Dies und viele weitere Situationen können sich für Hunde in einen wahren Albtraum entwickeln. Es gibt allerdings auch einige Ausnahmen. Manche Hunde, oft jene, von denen man es nie erwartet hätte, blühen erst bei richtig viel Action unerwartet auf.
Viele der hier aufgeführten Hilfen können kombiniert oder je nach Situation abgeändert werden. Überlege, was dem bei dir lebenden Hund am besten helfen könnte!
Hunde verkriechen sich instinktiv an den Ort, welcher ihnen am sichersten erscheint. In der Regel handelt es sich hierbei um
Am besten, einfach dort lassen, Ruhe gönnen und nicht auf dem Weg zum Versteck aufhalten.
Für den Hund ist ein sicheres Versteck unglaublich wichtig. Wir können ihm dieses ermöglichen, indem wir ein kuscheliges und lärmgeschütztes Fleckchen nur für ihn gut zugänglich machen. Z. B. einfach die Schlafzimmertüre offen lassen, bzw. schließen um den Lärm draußen zu halten oder im Kleiderschrank ein gemütliches Lager einrichten usw. Des weiteren gibt es eine Reihe Tricks den Lieblingsplatz möglichst sicher zu machen.
Sehr Hilfreich in Angstsituationen kann Körperkontakt sein. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nach Situation den Hund zu beruhigen.
Aber Vorsicht! Wird ein Hund übertrieben verhätschelt während einer solchen Situation, bestärkt es ihn in seiner Angst und verstärkt unter Umständen auch dauerhaft seine Reaktion.
Oft ist der Mensch gerade an Silvester bereits vor 0:00 Uhr in Erwartung eines zitternden häufchen Elends schon so nervös, dass sich dies auf den Hund überträgt und ihn zusätzlich anspannt. Hunde spüren dass mit uns etwas nicht stimmt, wissen aber nicht, dass es nicht an dem plötzlichen Lärm, sondern nur an ihrer Angst liegt. Benehmen wir uns völlig normal, gewinnt auch der Hund wesentlich schneller seine Fassung wieder.
Musik oder normale Haushaltsgeräusche können den Lärm etwas überspielen. Wenn die Waschmaschine und der Staubsauger laufen, dazu nette Schlager aus dem Radio tönen, kann es sein, dass der Hund den plötzlichen Lärm völlig überhört.
Auch beruhigend klassische Musik hilft durch den gleichmäßigen Takt.
Wer abgelenkt ist, wird sich weniger schnell in eine Panik hineinsteigern als derjenige, der bereits auf die unbekannte Gefahr wartet!
Sind Mensch und Hund bereits vorher sehr nervös, kann ein Abend gemeinsam auf dem Sofa mit einem lustigen Film, einer Tüte Hundeleckerlis und einem heißen Tee für den Menschen wahre Wunder wirken.
Manche Hunde beruhigt es, wenn sie in einer Paniksituation plötzlich gewohnte Aufgaben erledigen müssen. Einfache Übungen wie Sitz, Platz und Komm sind schon ausreichend.
Hilfreich kann auch ein bereits vor einsetzen des Lärmes angebotener Knochen oder ein Spielchen mit dem Lieblingsspielzeug sein.
Je nach Ursache und Reaktionsmuster kann eine Mischung aus Bach-Blüten mit Rescue, Mimulus und Aspen helfen, den Gemütszustand zu regulieren.
Manchmal kann eine Flucht Hund und Mensch ungeheuer gut tun. Einfach raus aus dem Trubel und an Silvester irgendwo weit weg einen schönen, verlassenen Ort suchen. Entweder spazieren gehen, oder einen echten Kurzurlaub in einer einsamen Hütte im Wald buchen.
In vielen Fällen wird empfohlen, einen Therapeuten aufzusuchen, um die Geräuschempfindlichkeit durch Desensibilisierung in den Griff zu bekommen. Hierbei ist äußerste Vorsicht geboten! Das ganze kann komplett nach hinten los gehen, ganz besonders, wenn der “Tiertherapeut” ungeeignet ist. Gut und gewissenhaft durchgeführt, hat diese Methode jedoch echte Erfolgsaussichten.
Zu Silvester oder für den Transport in einem Flugzeug erhalten manche Hunde ein Beruhigungsmittel vom Tierarzt. Kurzfristig mag dies tatsächlich helfen, doch sollte man die Nachteile von Medikamenten nicht außer Acht lassen!
Alle Maßnahmen sollten vorab in entspannten Situationen geübt werden, damit der Hund sie nicht mit der Paniksituation verbindet. Erfolgt keine vorherige Übung, verknüpft das Gehirn Aktion und Angstsituation miteinander. Statt zu beruhigen verursacht die Maßnahme beim nächsten mal lediglich eine Verstärkung des Angstzustandes. Wer sich unsicher ist, sollte unbedingt fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen!
Siehe auch: Angst
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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