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Für die meisten Hunde sind Babys etwas völlig neues und beängstigendes. Babys riechen anders, sie verhalten sich anders und sie sind sehr klein. Hunde mit ausgeprägtem Beutetrieb könnten in einem schwachen Baby das ideale Beutetier erkennen. Auch Eifersucht kann eine große Rolle spielen, vor allem wenn der Hund bislang als Familienmittelpunkt und “Baby” missbraucht wurde. Daher ist es sehr wichtig, richtig mit Hund und Baby umzugehen um bereits im Vorfeld Problemen vorzubeugen.
Wenn ein Baby erwartet wird, sollte der Hund darauf vorbereitet werden. Es ist wichtig, dass er nicht plötzlich mit einer völlig neuen Situation konfrontiert wird. Ganz fatal ist es, den Hund zu bestrafen, weil er freudig ins Kinderzimmer läuft oder ihn plötzlich von seinem gewohnten Schlafplatz verbannt, weil nun das Baby mit im Zimmer schlafen wird. In der Regel ist es problemlos möglich, Hund und Kind unter einen “Hut” zu bekommen, doch wenn einschneidende Maßnahmen wirklich notwendig sind, sollten sie möglichst vorgenommen werden, bevor das Baby auf der Welt ist. Auf diese Weise bringt der Hund diese Veränderungen nicht mit dem Baby in Verbindung, was ihn ansonsten zu einer Ablehnungshaltung gegenüber dem neuen Mitbewohner veranlassen könnte.
Ein schreiendes Baby kann einen sensiblen Hund ganz schön aus der Bahn werfen. In diesem Fall hilft es, dem Hund eine geeignete Rückzugsmöglichkeit zu bieten, ihm Bachblüten zur emotionalen Stärkung geben und/oder vorab eine Desensibilisierung vorzunehmen. Dazu kann man schon während der Schwangerschaft Babygeschrei auf Tonband aufnehmen (z. B. aus dem Krankenhaus oder von Bekannten) und es immer wieder einmal mit zunehmender Dauer und Intensität abspielen. So kann der Hund sich ganz langsam an dieses neue Geräusch gewöhnen.
Bevor das Baby aus dem Krankenhaus kommt, sollte Mama oder Papa schon einmal mit dem Geruch des Babys nach Hause kommen. Dazu reicht häufig bereits vorheriger intensiver Kontakt mit dem Baby, damit der Hund seinen Duft aufnehmen kann. Auch getragene Strampelanzüge transportieren den Geruch des Babys. Wenn der Hund gestreichelt und gelobt wird, während er den Duft aufnimmt, wird er ihn unweigerlich mit etwas positivem assoziieren. Der Hund darf jedoch nicht mit dem Strampler spielen und sollte nur so weit an ihn heran gelassen werden, wie er sich später auch dem Baby nähern darf.
Ebenfalls hilfreich kann es sein schon vorher mehrmals mit Hund und Kinderwagen spazieren zu gehen. So braucht man nicht nervös werden wenn es nicht auf Anhieb perfekt klappt und wird wenn das Baby dann da ist, viel entspannter sein können. Angst, Hektik und Stress übertragen sich auf Kind und Hund. Wer sich seiner Sache sicher ist und weiß dass es funktioniert, wird es viel leichter haben.
Zuerst wartet ein Elternteil mit dem Kind im Auto und die Hauptbezugsperson geht nach Hause und begrüßt den Hund wie gewohnt. Ist die erste Aufregung verflogen, so kann auch der Partner samt dem Baby folgen. Zuerst wird der Hund wie gewohnt begrüßt. Er sollte auf keinen Fall weggejagt oder zur Kontaktaufnahme gezwungen werden. Je nach dem wie er auf das Baby reagiert, kann man ihn ruhig einmal schnuppern lassen oder entzieht erst einmal das Baby seinem Blick und versucht es später erneut. Wichtig ist auch, dass nicht plötzlich alle Menschen im Kinderzimmer verschwinden und den Vierbeiner davor vergessen.
Falsche Reaktionen seitens der Eltern können bei Hunden und Kindern wahre Traumen auslösen, die nur schwer wieder aufzulösen sind.
Leider werden immer noch viele Hunde als Kinderspielzeug missbraucht. Ein Kind, das nicht genug Freunde hat, schüchtern ist oder von den Eltern viel allein gelassen wird, bekommt schon mal gerne ein eigenes Haustier geschenkt. Damit erkaufen sich nicht nur die Eltern ein besseres Gewissen, sie erwarten häufig auch, dass ihr Kind früher oder später mehr Verantwortungsbewusstsein lernt. Doch richtiges Verhalten ist nicht angeboren und in der Regel ist es der Hund, der unter dem Kind sehr zu leiden hat, selbst, wenn es das Kind wirklich nur gut meint. Kinder ahmen Verhaltensweisen der Erwachsenen nach und in der Regel sind gerade die destruktiven jene, die sich besonders gut einprägen. Feinfühligkeit und Gerechtigkeitssinn muss man sich hart erarbeiten. Als Eltern gibt man dem Kind eine geladene Waffe in die Hand wenn man ihnen einen Hund ohne gewissenhafte Kontrolle überlässt.
Die meisten Hunde verhalten sich instinktiv kleinen Kindern gegenüber vorsichtiger. Allerdings können Hunde ebenso eiversüchtig reagieren wie ältere Geschwister und da Hunde bessere Zähne haben als jene, könnte dies sehr gefährlich ausgehen. Auch Hunde, bei denen man die Vorgeschichte nicht kennt können gestört auf Kinder reagieren. Vielleicht wurden sie wegen einem neuem Familienzuwachs abgeschoben oder misshandelt oder von Kindern selbst geärgert oder gequält.
Manche Hunde reagieren auch empfindlich, wenn Kinder sie ärgern (und die meisten Kinder werden sich früher oder später an dem Hund versuchen) und werden erst dann aggressiv.
Hunde kennen keine Besitzverhältnisse in dem Maße wie wir. Wenn er bisher mit allem, was auf dem Boden lag spielen durfte, wird er sicher auch nicht an den Spielsachen der Kinder halt machen. Daher ist es sehr wichtig, von vorneherein klar zu machen, welche Spielsachen absolut tabu sind. Um ganz sicher zu gehen, ist ein aufgeräumtes Kinderzimmer immer von großem Vorteil.
Häufig gibt es nicht nur seitens der Kinder Tränen, wenn sich der Hund an dem geliebten Teddy vergriffen hat, verschluckte Knopfaugen können z. B. sogar lebensbedrohlich für den Hund werden!
Mit den Negativbeispielen wollen wir hier gar nicht erst anfangen. Hunde sind keine Spielzeuge und sollten nicht verkleidet oder wie eine Puppe behandelt werden. Auch die Erziehung eines jungen Hundes gehört nicht gänzlich in die Hand von Kindern! Kinder müssen wissen, dass Hunde kein Spielzeug sind und sich im Notfall auch massiv zur Wehr setzen können. Kinder und Hunde sollten nicht ohne Aufsicht allein gelassen werden! Es ist wichtig, den Kindern den korrekten Umgang mit anderen Lebewesen vorzuleben, deutlich zu zeigen und immer wieder darauf hinzuweisen wenn sie über die Stränge schlagen.
Wenn das Kind viel Kontakt mit Hunden hat, sollte es die Beschwichtigungssignale des Hundes kennen lernen. So kann es frühzeitig erkennen, ob und wann es sich einem Hund nähern kann oder lieber nicht.
Ab einem bestimmten Reifezustand kann es je nach Gegebenheit hilfreich sein, Kind und Hund auch alleine in eine gute Hundeschule zu schicken. Dies fördert den Zusammenhalt und das Vertrauen für einander.
Die Versorgung von Hunden durch Kinder kann die Beziehung massiv festigen. Dennoch sollte man immer (und jedes mal aufs neue) darauf achten, dass der Hund ordentlich versorgt wird. Unter Kontrolle können Kinder
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