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Hunde sind Rudeltiere, weshalb sie sehr unter Einsamkeit leiden - sicherlich weit mehr, als wir es uns vermutlich vorstellen können. Daher sollten wir den bei uns lebenden Hund möglichst selten alleine lassen.
Hunde, die von ihrem Menschen regelmäßig über mehrere Stunden allein gelassen werden müssen, sollten mindestens einen Artgenossen an ihrer Seite haben. Da wir Menschen allerdings in der aktuellen Situation die Rolle des Rudelführers übernehmen müssen, ist unsere Abwesenheit für unsere Mitbewohner immer besonders schlimm.
Es ist leider nicht immer möglich 24 Stunden am Tag für die Hunde bereit zu stehen. Selbst wer nicht Arbeiten muss, wird zumindest einmal einkaufen, zum Arzt gehen oder den gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommen müssen. Auch die anhänglichsten Hunde müssen einmal alleine gelassen werden, daher ist es überaus wichtig, die Trennungsangst zu überwinden.
Ganz langsam heranführen: Wir beginnen mit dem verlassen des Raumes für einige Sekunden. Am besten dem Hund eine Ablenkung (z. B. Kauknochen) anbieten. Bleibt der Hund ruhig, die Zeiten langsam und nach und nach immer weiter ausbauen. Regt er sich auf, sollte er nach dem betreten des Raumes nicht beachtet werden. Wenn er bedauert und umsorgt wird, jammert er nur noch heftiger.
Ritual: Hunde wissen nicht warum und für wie lange wir weg sind. Verknüpfen wir die Wartezeit mit einem Ritual, indem wir ihnen ein Zeichen geben wenn wir weg gehen, wieder kommen und eine leckere Belohnung “mitbringen”, ist alles nur halb so schlimm. Dieses Ritual kann mit der ersten Übung wunderbar kombiniert werden. Geschenk bereits zum Abschied: Manchen Hunden bekommt es besser, wenn sie ihr Geschenk bereits zum Abschied erhalten. Sie sind dann zumindest für eine Weile beschäftigt.
Im nächsten Schritt kann damit begonnen werden, wie in Punkt 1 nur kurze Zeit das Haus zu verlassen. Idealer Weise kann man an einem freien Tag etwa 20 mal nach Hause kommen und für kurze Zeit wieder gehen in unterschiedlichen Zeitabständen.
Keine großartigen Szenen: Das Verabschieden (und auch zurück kommen) sollte so selbstverständlich wie möglich ablaufen. Ein kurzes Zeichen, damit der Hund weis, er bleibt jetzt alleine und zügig gehen. Nicht auf trauriges Winseln und Jaulen eingehen, dann erreicht er was er will und mensch wird vermutlich nie wieder allein aus dem Haus kommen. Solange der Hund jault und winselt sollte die Trennungszeit nur äußerst kurz dauern.
Während einer Ruhephase wieder kommen: Im Idealfall wird der Raum erst wieder betreten, wenn der Hund nicht jault oder bellt. Dies ist nicht immer einfach möglich und lange darauf warten bis dem Hund die Puste ausgeht ist häufig vergebens. Aber gelingt es im rechten Moment die Türe zu öffnen, assoziiert der Hund das kommen mit dem still sein. Schafft er es mit jedem Bellen seinen Mensch wieder herbei zu zitieren, hat er keinen Grund sein Handeln zu ändern. Lieber Anfangs nur wenige Sekunde weg gewesen sein, als ewig auf das Bellstopp zu warten.
Beschäftigung: Manche Hunde vergessen den Trennungsschmerz völlig, wenn sie zum Abschied einen mit Leckerlis gefüllten Plastikball erhalten. Diese Bälle haben kleine Löcher und während des Spielens purzelt immer wieder etwas heraus. Manche Hunde finden es herrlich.
Hunde lieben es Müllbeutel zu zerreißen und nach Essbarem zu suchen. Dies hinterlässt nicht nur ein herrliches Chaos, sondern kann leider auch sehr gefährlich werden. Bauchschmerzen und Magenprobleme sind hierbei nur das kleinste Übel. Daher muss der Müll immer in einem für Hunde unzugänglichem, gut abgeschlossenem Raum gelagert werden.
Um das Zerkauen des Mobiliars zu verhindern können kleine Leckerchen im Haus verteilt werden (z. B. unter verschiedenen Decken). So ist ein pfiffiger Hausgenosse eine weile beschäftigt ohne dass er sich an den Möbeln vergreifen muss.
Insbesondere jüngere Hunde scheinen besonders gern mit herumliegenden Stromkabeln zu spielen. Um dieses tödliche Unterfangen zu verhindern gibt es verschiedene Möglichkeiten:
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