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Der Clicker ist sinnvoll, wenn mensch nicht immer in der Lage ist, in hohen Tönen ein “Fein” heraus zu flöten. Die Aussage “gut gemacht” muss in einem besonderen, völlig anderen Ton als gewöhnlich erfolgen. Dabei ist es egal, ob man seine Stimme erhebt, eine Pfeife verwendet oder eben (ganz im Trend) den Clicker. Ziel ist es, durch effektive Konditionierung das Klick für den Hund schon als Belohnung zu verknüpfen. Das klicken zeigt dem Hund, dass man mit ihm zufrieden war und er richtig gehandelt hat.
Man braucht evtl. später keine Leckerlis mehr, das Click ist bei richtiger Handhabung bereits Belohnung genug. Achtung, hier gibt es verschiedene Meinungen und verschiedene Methoden! Richtig angewendet kann das Klicken für den Hund aufgrund der erfolgten Konditionierung bereits Belohnung sein, sicherheitshalber sollte man jedoch immer ein Lob/Leckerli/Streicheleinheiten parat haben.
Man muss immer den Clicker in der Hand haben um zum richtigen Zeitpunkt zu reagieren.
Anfangs müssen die Belohnungen sofort mit dem Klick gegeben werden, dies ist sehr wichtig für die richtige Konditionierung.
Wenn man im falschen Moment “klickt”, wird der Hund falsch geprägt ohne dass man es selbst merkt. Dies führt zu vermeintlichem Ungehorsam und Unsicherheit seitens des Hundes, denn er hat alles richtig gemacht. Der Mensch hat nur den falschen Zeitpunkt erwischt.
Der Mensch muss alle Aufmerksamkeit darauf verwenden, wirklich im richtigen Moment zu “klicken”.
Die Schleppleine (oder Feldleine) ist ein langes Seil, welches der Hund hinter sich her zieht. Sie wird gebraucht um den erlaubten Entfernungsabstand zu trainieren und das Kommando “Komm” entsprechend durchzusetzen.
Sehr kostengünstig, wenn man im Baumarkt ein reißfestes Nylonseil kauft und daran einen Karabinerhaken befestigt.
Schmerzfreie Möglichkeit um den Hund zu zwingen, auf Befehl zu kommen, ideal zu kombinieren mit einem Brustgeschirr, um die Halswirbel zu schonen.
Schleppleinen sind in der Regel immer ekelig und dreckig. Sie werden durch den Matsch gezogen und auch vor Hundehaufen oder Draufpinkeln sind sie nicht geschützt. Das macht ihre Handhabung für den Menschen sehr unangenehm.
Wenn Hunde ihren Freiraum nutzen, ist man ständig damit beschäftigt die umwickelte Leine von Bäumen oder Büschen zu entfernen. Auch Menschen oder andere Hunde werden schon mal schnell eingewickelt.
Zum kurzfristigen Training gut geeignet, für den Dauergebrauch z.B. bei jagdmotivierten, verhaltensgestörten oder unerzogenen Hunden sehr unpraktisch.
Strafen haben immer einen gravierenden Nachteil. Sie untergraben das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch und sind häufig unangebracht. In der Regel ist es nicht der Hund, der etwas falsch gemacht hat, sondern der Mensch, der sich nicht richtig verständlich machen konnte.
Eine Wurfkette ist eine kleine Metallkette, die dazu dient bei ihrem Aufprall ein unangenehmes Geräusch zu verursachen und den Hund zu erschrecken. Sie wird nie direkt auf den Hund geworfen!
Handlich
gilt als effektiv
Falsch geworfen (gleich ob aus Versehen oder aus Absicht) kann auch die kleinste Wurfkette Verletzungen (z.B. im Auge) verursachen.
Die Wurfkette muss geworfen und auch wieder geholt werden. Strafen müssen wenn sie erfolgen anonym bleiben und dürfen nicht mit dem Menschen in Verbindung gebracht werden. Dies ist hier nicht möglich, außerdem ist es lästig der Kette hinterher zu laufen und sie immer wieder einsammeln zu müssen.
Schon das Rascheln in der Jackentasche kann bei dem Hund Angst auslösen, wenn er einmal schlechte Erfahrungen mit diesem Gerät gemacht hat. Fehlprägungen sind somit ganz schnell möglich.
Trainings-Disks werden als Strafe vor den Hund geworfen und dienen der Abschreckung. Sie machen ein sehr unangenehmes Geräusch.
Der Hund muss erst einmal auf die Disks konditioniert werden, sonst lassen sie einen normalen Hund völlig kalt.
Alles was geworfen wird kann schlimmsten Falls verletzen.
Die Disks können schon in der Jackentasche oder beim laufen ein Geräusch machen oder im falschen Moment neben dem Hund aufkommen, so kann es zu Fehlprägung kommen.
Wasserpistolen werden gerne eingesetzt, wenn Hunde zu aggressivem Verhalten neigen oder als Strafe wenn sie bellen oder etwas vom Küchentisch klauen.
Die Strafe erfolgt einfach und sofort.
Eine sanfte Wasserpistole ist richtig eingesetzt nicht schmerzhaft.
Effektiv um kleinere Machtkämpfchen schon im Keim zu ersticken.
Im falschen Moment eingesetzt kann die Wasserpistole den Hund verunsichern.
Schlecht gezielt kann der Wasserstrahl unter Umständen Verletzungen verursachen. (Immer auf einen sanften Strahl achten!)
Die Wasserpistole muss immer griffbereit sein, eine Hand ist also nie frei.
Die Strafe erfolgt nicht anonym, der Hund weiß in der Regel genau wer ihn da beschossen hat.
Die einfache und aus Kindertagen als lustvoll geprägte Handhabung kann zu Missbrauch verleiten, was Fehlprägung, Unsicherheit und Angst zur Folge haben kann.
Manche Hunde stört die Wasserpistole überhaupt nicht.
Eine Klapperdose besteht aus einer kleinen Blechdose, die mit Nägeln oder Steinchen gefüllt und gut verschlossen wurde. Sie scheppert beim aufkommen fürchterlich und lässt sich in die selbe Kategorie der Wurfkette und Trainings-Discs (s.o.) einordnen.
Verletzungsgefahr, besonders wenn sie mit gefährlichem Inhalt befüllt wurde und auf geht.
Wird sie geworfen, kann die Dose im falschen Moment aufkommen, den Hund treffen und verletzen.
Die Dose muss immer wieder aufgehoben werden.
Es gibt sie heute in vielen Ausführungen. Ob als Sprühvorrichtung mit Wasser, Luft, synth. Zitronensaft ja sogar mit Ultraschall sind die in der Regel als “Anti-bell-halsbänder” verkauften Geräte zu bekommen.
der Strahl kann sehr schmerzhaft sein, da er meist auf Kehle oder Nase zielt.
Falsche Handhabung kann Fehlprägungen bis hin zu Verhaltensstörungen verursachen.
Viele Halsbänder lassen sich nicht richtig einstellen, manche reagieren bereits wenn der Hund nur vor Freude umher springt.
In Abhängigkeit der Intensität der Geräte häufig regelrechte Tierquälerei - Bitte erst einmal an sich selbst testen, bevor man auch nur daran denkt es dem Hund umzubinden.
Wer solche Maßnahmen nötig hat sollte sich keinen Hund “anschaffen”.
Kettenhalsbänder gelten in einigen Kreisen immer noch als “cool” oder “notwendig”. Es gibt sie in vielen Ausführungen und bestehen meistens lediglich aus einer Kette mit einem kleinen und einem größeren Ring jeweils am Ende. Zu einem Halsband werden diese, indem der kleinere durch den größeren Ring gezogen, und die daraus entstehende Schlinge dem Hund um den Hals gelegt wird.
Durch Kettenhalsbänder werden schwierige Hunde nicht kontrollierbar! Der ständige Schmerz am Hals verleitet den Hund nicht dazu weniger zu ziehen, sondern sorgt dafür, dass er versucht der unangenehmen Situation zu entkommen, indem er nach vorne geht.
Die meisten Ketten haben keinen Stopper und schnüren dem Hund die Luft ab, wenn dieser, oder sein “Herr” an der Leine zieht. Aber auch mit Stopper ist die Kette sehr schmerzhaft.
Es treten massive Prellungen (Würgemale) am Hals auf.
Feingliedrige Ketten verursachen massive Schädigungen der Halswirbel.
Zieht der Mensch beim Kontakt mit anderen Hunden die Leine an, lernt der Hund: “Wenn ich andere Hunde sehe, tut es weh, also muss ich den da drüben möglichst schnell verjagen.” - Genau das Gegenteil tritt ein, als gewünscht.
Das “Halti” dient dazu, dem Hund das ziehen an der Leine abzugewöhnen. Durch den speziellen Schnitt wird, sobald der Hund versucht an der Leine zu ziehen, sein Kopf in die andere Richtung abgelenkt. Das Halti wird zusätzlich zum Brustgeschirr (oder Halsband) benutzt, niemals stattdessen! Das Halti ist lediglich eine Erziehungshilfe, kein Gerät um einen Hund dauerhaft fügsam zu machen!
Der Druck oder Zug der Leine lastet auf dem Nasenrücken des Hundes, ständige Schieflage des Kopfes durch Dauergebrauch kann dennoch zu Nackenbeschwerden führen.
Man muss sich die Handhabung des Haltis von einem Fachmann zeigen lassen, Fehler in der Handhabung gefährden massiv die Gesundheit des Hundes.
Das richtige Handling der zwei Leinen ist recht schwierig und erfordert etwas Übung.
Wer keine Ahnung hat macht nur eine Leine ans Halti und riskiert so Wirbelschäden, Angst oder Atembeschwerden durch ständige Belastung und falsche Handhabung.
Die hier erwähnten Hilfsmittel sind lediglich Beispiele, keine Empfehlung! Insbesondere die Hilfsmittel der Methode “Zwang und Strafe” stellen keine Empfehlung dar! Falsche Methoden können bei sensiblen Hunden dramatische Traumen verursachen, die unter Umständen nicht mehr zu korrigieren sind. Bitte denke immer daran: Erst nachdenken, dann erst übernehmen und handeln. Bedenke nicht nur deine Position, versetze dich auch immer in die Lage des Hundes! Teste alles erst an dir aus, bevor du es unbewusst dem Hund antust.
Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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