Sie befinden sich hier: Vegan-Hund » Familienleben mit Hunden » Ein neues Rudelmitglied
Es ist für Hunde normalerweise immer angenehmer, wenn noch andere hündische Rudelmitglieder in einer Familie leben. Doch einen weiteren Hund aufzunehmen ist nicht immer ganz einfach.
Für alle Beteiligten ist es angenehmer, wenn das neue Familienmitglied ein ähnliches Energieniveau besitzt wie der erste Hund. Zu einem alten, gemütlichen Bernhardiner sollte man also besser keinen jungen Terrier dazuholen.
Ein neues Familienmitglied sollte nur in ein ausgeglichenes Rudel (Familie mit Hund). Zu einem verhaltensgestörten Hund darf auf keinen Fall ein neuer Hund. Oft glaubt mann, dadurch die Störungen zu beheben, doch oft übernimmt der Neue die gleichen Unarten und zwei Hunde zu resozialisieren ist wesentlich schwieriger als einen in den Griff zu bekommen.
Natürlich muss der Mensch das Alphatier sein. Trotzdem können bei manchen Konstellationen Dominanzprobleme auftreten, die unbedingt vom Rudelführer zu unterbinden sind. Oft ist dies jedoch nicht so ganz einfach. Ob, wann und wie man eingreifen kann/soll/muss ist immer von der individuellen Situation und den betroffenen Hunden abhängig.
Beide Hunde sollten gleich behandelt werden. Es ist sehr wichtig, den “Neuen” nicht zu bevorzugen und schnellstmöglich zur Tagesordnung über zu gehen. Wird der Neue ständig bevorzugt und die alten Hunde vernachlässigt, kommt schnell Eifersucht auf.
Es kann sehr hilfreich sein, sich eine neutrale Person dazu zu holen, die mit ins Tierheim fährt und bei der suche nach dem geeigneten Familienmitglied beratend zur Seite steht. Da jeder Hund und jede Familie individuelle Eigenheiten besitzt, sind pauschale Hilfestellungen nur schwer möglich.
Vor dem ersten kennen lernen der Hunde sollten diese möglichst ausgepowert sein. Am leichtesten erreicht man dies, indem man ein Familienmitglied für einige Stunden zum spazieren gehen schickt und auch selbst mit dem Neuen Mitbewohner kräftig läuft.
Oft ist es besser, wenn sich die Hunde an einem neutralen Ort Kennenlernen und anschließend gemeinsam ins Haus dürfen. So verhindert man zumindest die ersten Revierstreitigkeiten.
Wir dürfen uns nicht von unseren Gefühlen überwältigen lassen und müssen eine positiv dominante, ruhige und ausgeglichene Ausstrahlung demonstrieren.
Mit einer geladenen Wasserpistole mit einer großen Reichweite lassen sich Keilereien häufig schnell und einfach verhindern.
Sehr oft versuchen Menschen möglichst schnell die Lücke auszufüllen, die ein verstorbener Hund hinterlassen hat. Häufig befinden sich die Menschen oder Hunde jedoch noch mitten in der Trauerphase. Es ist sehr wichtig, dass die Trauerzeit beendet ist und seit einiger Zeit wieder ein geregeltes, positives Leben möglich ist bevor ein neuer Hund an die Stelle des Alten rücken kann. Wird ein neuer Hund in ein trauerndes Umfeld geholt, kann es gut sein, dass er mit den dort herrschenden Schwingungen nicht klar kommt. Ein neuer Hund kann den verstorbenen nicht ersetzen. Es ist schön, einem weiteren Lebewesen die Chance auf ein gutes zu Hause zu ermöglichen, aber falsche Erwartungen kann dieser Hund nicht erfüllen. Er ist ein neues Individuum mit all seinen charakterlichen Stärken und Schwächen.
Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Zurück zu Familie