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Hunde, die eine Autofahrt nicht vertragen entwickeln verschiedene Verhaltensweisen:
Zittern
Wimmern
Hecheln
Fiepen oder Jaulen
Sabbern
-
Urinieren
Viele Hunde vertragen keine längeren Autofahrten. Kurze hingegen meist ganz gut wenn sie daran gewöhnt sind. Unter normalen Umständen sollte man es empfindlichen Hunden einfach ersparen über längere Zeit im Auto eingesperrt zu sein. Wenn eine längere Reise unbedingt notwendig ist, kann auch auch eine Zugfahrt in Erwägung gezogen werden. Fährt man nicht gerade im Berufsverkehr, ist in den Zügen ausreichend Platz, so dass man sich während der Fahrt ausgiebig um den Hund kümmern kann. Ob Zug oder Auto - viele Pausen zur Erholung sind sehr wichtig!
Angst abbauen und nicht beim ersten mal eine “Höllenrally durch die Wüste” starten.
Nüchtern reisen: Vor längeren Autofahrten nichts essen.
Wasser belastet den Magen jedoch nicht und sollte jeder Zeit erreichbar sein.
Wenig essen: Einige Hunde benötigen einfach eine kleinere Portion als üblich damit der Magen vor der Fahrt ruhig bleibt.
1 cm frischen und geschälten Ingwer raspeln. Mit einer kleinen Tasse heißem Wasser überbrühen und 5 Minuten ziehen lassen. Nach dem abseihen kalt werden lassen und ca. 30 Minuten vor Abfahrt eine viertel Tasse dem Hund zu trinken geben. (Ist es nicht möglich die Flüssigkeit zu verabreichen, kann sie auch über das Essen gegeben werden)
Maismehl: Ein kleines Klößchen aus Wasser und Maismehl saugt überflüssigen Speichel auf und beruhigt den Magen. Es sollte kurz vor der Fahrt gegeben werden.
Ein Zuckerstück mit einem Tropfen Nelkenöl vor Fahrtantritt geben
Ein Stück kristallisierter Ingwer vor Fahrtantritt geben
1 Tl Kamillen- oder Pfefferminztee vor der Fahrt verabreichen
Petersilie: Der Duft von einem Strauß frischer Petersilie kann Übelkeit mindern
Engelwurz: Ein frisches Blatt zerquetschen und im Auto auslegen
Zeitungspapier auslegen
Dimenhydrinat wird oft bei Reisekrankheit verabreicht. Kleine Hunde erhalten 12,5 mg. Mittlere bis große Hunde erhalten 25 bis 50 mg. Achtung! Nicht anwenden bei Blasenproblemen oder Glaukom! (Medikament! Beachte die Inhaltsstoffe und Tierversuche!) Als Medikament wird auch Dramamin von Tierärzten empfohlen.
Für Frischluft sorgen. Achtung! Fenster nie so weit öffnen, dass der Hund herausspringen oder -fallen kann!
Ein zugegeben merkwürdiger Tipp beinhaltet, eine kurze Metallkette am Stoßdämpfer zu befestigen so dass die Kette beim fahren leicht über den Asphalt schleift. Dieses Geräusch soll Übelkeit verhindern
Viele Pausen: Spätestens nach 2 Stunden sollte dem Hund eine Pause gegönnt werden. Er muss sich in dieser Zeit in Ruhe die Beine vertreten, sein Geschäft erledigen und etwas essen und trinken können.
Langsam fahren: Besonders in Kurven, kein häufiger Spurwechsel
Sitzplatz: Auf dem Beifahrersitz scheinen Hunde die Fahrt am besten zu vertragen. Sei es die Nähe zu seinem Menschen oder die weniger starken Fahrbewegungen, es geht vielen Hunden einfach besser. Der Hund sollte mit einem speziellen Geschirr am Sicherheitsgurt befestigt werden. So kann er einem nicht auf den Schoß klettern (was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt).
Wenn Hunde im Auto wild hin und her springen, hecheln, unruhig sind oder anfangen zu scharren und zu kratzen, ist dies ein Anzeichen von Unruhe, Aufregung und/oder Angst. Verschiedene Maßnahmen können hier helfen.
Die erste Fahrt sollte nicht gerade zum Tierarzt gehen, da der Hund dies mit dem Auto verknüpfen könnte und so vielleicht nie wieder freiwillig ins Auto steigt.
Selbst eine positiv dominante, ruhige Energie ausstrahlen (notfalls durch Meditation zu erreichen).
Vor der Fahrt ein- bis zwei Stunden stramm spazieren gehen, danach dürfte der Hund sich entspannen und selbst im Auto schlafen.
Bachblüte
Mimulus - bei konkreten, begründeten Ängsten z.B. durch schlechte Erfahrungen.
Bachblüte
Aspen - bei grundsätzlich ängstlichen Hunden
Bachblüte
Rock Rose - für Hunde, die bereits beim Anblick des Autos in Panik geraten
Ängstliche Hunde fühlen sich oft sicherer, wenn sie ein T-Shirt angezogen bekommen oder um Brust, Bauch und Rücken bandagiert werden. Klingt zwar erst einmal lächerlich, aber wenns hilft...
Viele Hunde haben Angst davor in den Kofferraum zu springen. Das Problem wird schnell verstanden, wenn man den Blickwinkel ändert. Die meisten Kofferräume sind schwarz/dunkel ausgekleidet. Für den Hund ist dies, als müsse er in ein unergründlich tiefes Loch springen. Legt man eine farbige Decke hinein, löst sich das Problem oft von selbst.
Bachblüte
Cherry Plum - wenn der Hund zu plötzlichen Ausrastern neigt, z.B. wenn andere Hunde oder Menschen am Auto vorbei laufen
So traurig es auch ist, aber ein freier Hund im Auto gilt laut §23 StVO als “Nicht gesicherte Ladung” und kann von der Polizei mit Knöllchen oder Punkten geahndet werden. Vorgeschrieben sind eines dieser Geräte um den Hund zu fixieren:
Brustgeschirr und Gurtsystem (ähnlich dem Sicherheitsgurt zur Befestigung)
Gitter (Spezialgitter welches verhindert, dass der Hund bei Unfall oder bremsen nach vorne geschleudert wird)
Hundebox im Kofferraum (für manche Hunde sogar sehr angenehm, für andere eine Hölle.)
Die Sicherungen gelten häufig in erster Linie nicht dem Hund - sondern dem Menschen! Aber wir dürfen hoffen:
“Nachdem das Ziel bei früheren Tiergurten einzig das Fixieren des Hundes auf seinem Platz war, gibt es heute Lösungen, die zusätzlich auf die Anatomie und das Verhalten eines Tieres abgestimmt sind.”1)
Vorteile
Der Hund ist an einer Stelle fixiert.
Das System kann in jedem Auto verwendet werden.
Flexibel, wenn die Fahrzeuge häufig wechseln.
Für Hunde, die daran gewöhnt sind kein Problem, evtl. sogar beruhigend.
Nachteile
In einem schlechten Geschirr bzw. Gurtsystem kann sich ein unruhiger Hund extremst verheddern.
Schlechte Geschirre können sich in die Haut des Hundes einschneiden.
Bei einem Aufprall können ungepolsterte oder schlecht verarbeitete Geschirre zu Verletzungen führen.
Wird das Gurtsystem nicht korrekt eingestellt, nutzt es der Sicherheit nichts.
Wenn der Hund auf den Gurtknopf tritt, löst sich bei manchen Systemen die Befestigung.
Vorteile
Der Hund bleibt im Kofferraum und springt nicht während der Fahrt auf die Rücksitze.
Der Hund kann bei einem Aufprall nicht nach vorne durch die Frontscheibe geschleudert werden.
Schutz des Menschen, da er nicht vom nach vorne geschleuderten Hund getroffen werden kann.
Nachteile
Bei einem Unfall wird der Hund gegen das Gitter geschleudert, an welchem er sich je nach Geschwindigkeit und Aufprallposition massiv verletzen kann.
Das Gitter schützt lediglich Richtung Frontscheibe, nicht Richtung Heckscheibe oder Seitenfenster.
Unerzogene Hunde springen oft gleich aus dem Auto wenn der Kofferraum geöffnet wird, dies kann gerade auf der Autobahn gefährlich werden. Ein Gitter schützt hier nicht.
Vorteile
Wird der Hund positiv auf die Box geprägt, bietet sie ihm Sicherheit und Wohlbefinden. (Boxen bitte immer gemütlich polstern!)
Das Auto bleibt sauber.
Der Hund bleibt an seinem Platz.
Sicherheit für den Menschen.
Relativ hohe Sicherheit für den Hund
Nachteile
In einer Box fliegt er bei einem Unfall zwar nicht im Auto umher, die Wucht des Aufpralls mindert sie jedoch nicht. (Vielleicht eine große Box kaufen und diese dann mit Schaumstoff auskleiden?)
Boxen brauchen viel Platz im Auto
Die meisten Boxen sind für längere Autofahrten ungeeignet, da sie zu klein für den Hund sind, bzw. zu klein gekauft werden.
Unflexibel, evtl. muss für jedes Auto eine passende Box gekauft werden.
Manche Hunde fühlen sich in der Box beengt und sehr unwohl, das schwarze Loch in das sie springen sollen macht ihnen Angst. (Tipp: mit farbiger Decke auskleiden, z.B. grün oder gelb)
Effektive Sicherheit für den Hund gibt es in Autos bislang unserer Ansicht nach nicht wirklich!
Siehe auch zum Thema Sicherheit: Wenn ein Hund angefahren wurde
Für Hunde gibt es kaum etwas schöneres als bei langsamer Fahrt den Kopf aus dem Fenster zu stecken. Es wird vermutet, dass Hunde eine so hochgradig gute Nase haben, dass sie sogar die Gerüche aus mehreren voran fahrenden Autos wahrnehmen können. Jedes Haus an dem man vorbei fährt, jede Scheune und jeder Wald erzählen eine neue Geschichte. Für Hunde muss dies wie ein mega 3D-Kino für die Nase sein. Kein wunder also, dass sie es sehr genießen. Doch leider gibt es auch Schattenseiten. Hunde können durch die Zugluft eine Bindehautentzündung oder Ohrenentzündung bekommen. Außerdem können Fremdkörper wie z.B. kleine Steinchen ins Auge geraten. Öffnet man das Fenster zu weit, könnte der Hund herausspringen oder fallen. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, öffnet das Fenster nur einen Spalt, so dass der Hund seinen Kopf nicht durchstecken kann. Das Erlebnis ist dann zwar bei weitem nicht so intensiv, aber auch weniger gefährlich.
Die Haus- und Heilmittel sind gesammelte Tipps aus verschiedenen Quellen. Man kann versuchen das richtige Mittel für den Hund zu finden, nicht aber gleichzeitig alles wild kombinieren! Sie sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden können bedarf einer genauen Diagnose, welche nicht immer von einem Laien richtig durchgeführt werden kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr Schaden als nutzen. Bedenke bitte auch die Tierversuche die mit jedem Medikament finanziert werden und suche erst nach Alternativen.
Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
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