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Inhaltsverzeichnis

Proteine

Proteine sind Nahrungseiweiße welche den wichtigsten Bestandteil aller Organismen darstellen. Sie können nicht durch Fette und Kohlenhydrate in der Nahrung ersetzt werden sondern sind ein separater, wesentlicher Bestandteil der Nahrung.

Proteine sind aus Aminosäuren aufgebaut, welche zu Polypeptiden (größere Moleküle) verknüpft sind.

Aminosäuren und Enzyme sind Bausteine von Proteinen bzw. Proteinkörper, die ebenfalls für viele Körperprozesse wichtig sind.

Aufgaben von Proteinen im Körper des Hundes

Energie

Die Bruttoenergie (GE) von Proteinen beträgt ca. 5,65 kcal/g 1)

Essentielle Aminosäuren

Unterversorgung

Überversorgung

Zu eiweißreiche Ernährung begünstigt im Wachstum großer Hunderassen die Hüftgelenksdysplasie.

Vorkommen

Es spielt keine Rolle, ob die Aminosäuren von einem Schwein oder aus Erbsen kommen. Die einzelnen Aminosäureketten sind in beiden identisch - als individuelle Bausteine von Leben. 3)

Biologische Wertigkeit

Nach Meinung verschiedener Ärzte ist eine hochwertige biologische Verdaulichkeit der Nahrung elementar. Laut Wissenschaftlicher Studien weisen Eiweißnahrungen tierischer Herkunft eine ca. 95 %ige Verdaulichkeit vor, die von pflanzlichen Nahrungsmitteln (außer Gluten) nicht erreicht werden kann. Aus diesem Grund empfiehlt Peden (Quelle 2) die Zugabe speziell für die vegane Ernährung ausgerichteter Enzyme. Mit Hilfe solcher Zusätze kann die Nahrung vom Hund noch besser aufgeschlüsselt und verwertet werden.

Rohprotein

Ist die Summe aller Verbindungen, die Stickstoff enthalten. Meistens wird zur Bestimmung des Anteils zunächst der Stickstoffgehalt der Probe ermittelt (z.B. nach Kjeldahl). Anschließend wird dieser Wert mit einem Faktor multipliziert, der den reziproken Wert des typischen N-Gehaltes von Rohprotein darstellt. Dieser beträgt üblicherweise 6,25 (pflanzliches Protein) bzw. 6,38 (tierisches Protein) - man geht von einem mittleren N-Gehalt des Rohproteins von 16 % (Pflanze) bzw. 15,7 (Tier) aus. 4)

Der Begriff des Rohproteins rückt immer mehr in den Hintergrund. Es rücken die Kenngrößen nXP und die ruminale Stickstoffbilanz (RNB) in den Vordergrund. Die RNB, ebenfalls in g/kg T ausgedrückt, stellt eine Verrechnung zwischen Rohprotein und nutzbarem Protein dar:

RP - nXPj 6,25 = RNB.

Eiweißbedarf im Erhaltungsstoffwechsel

5 g verdauliches Rohprotein/kg Körpermasse0,75/Tag bzw. rund 10 g verdauliches Rohprotein/1 MJuE.

Pflanzliche Proteinquellen

Studien von Osborne und Mendel von 1914 zeigten, dass Ratten, die tierisches Eiweiß erhielten, schneller an Gewicht zunahmen, als Ratten, die nur pflanzliches Eiweiß erhielten. Daraus wurde voreilig geschlossen, dass tierisches Eiweiß “höherwertiger” sei als pflanzliches Eiweiß. Spätere Studien von McCay an der Berkeley Universität zeigten jedoch, dass Ratten, die pflanzliches Eiweiß bekommen, gesünder sind und ungefähr doppelt so lange leben. 5)

Quellen

  1. Dr. Krautwurst, Friedmar: 1×1 der Hundeernährung, Kynos Verlag
  2. Peden, James A: Vegetarische Hunde- und Katzenernährung, Echoverlag
  3. Helmut Meyer und Jürgen Zentek: Ernährung des Hundes, Parey Verlag
  4. Case Carey Hirakawa: Ernährung von Hund und Katze, Schattauer Verlag

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1) Quelle 7 Seite 19
2) Quelle 1 S. 56
3) Quelle 2 S.83
4) Quelle 4
5) Quelle 6