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Tipps und nützliche Hinweise
Es ist völlig problemlos möglich, Hunde vegan zu ernähren. Es ist nicht mit Risiken verbunden und stellt auch keine besonderen Anforderungen an den Menschen dar. Aber es ist wichtig, sich mit den Nahrungsmitteln für den Hund zu befassen und die physiologischen Besonderheiten des Hundes zu beachten.
Mit diesen Voraussetzungen wird der Hund rundum gesund, fit, aktiv, wohlgenährt und voller Lebensfreude sein.
Viele Hunde haben kein Problem mit einer sofortigen Umstellung. Meistens erfahren sie mit jedem Familienwechsel auch einen radikalen Nahrungswechsel ohne größere Auffälligkeiten. Durchfall, der meist aufgrund von Stress im Zuge eines Wohnortwechsel einhergeht, muss nicht unbedingt auf die neue Nahrung geschoben werden.
Bei sehr empfindlichen Hunden allerdings kann eine langsame Umstellung notwendig sein, da sich das Verdauungssystem auch an neue Nahrungsbestandteile gewöhnen muss. Notfalls ist es ratsam, die bislang gereichte Nahrung mit der veganen zu mischen und den Anteil an veganer Kost nach und nach zu erhöhen. In der Regel existieren ohnehin noch Restbestände, welche so ideal aufgebraucht werden können. Gekauft werden sollte omnivore Nahrung allerdings nicht. Nur durch die Finanzierung lohnt sich die Verarbeitung von Tierleichen. Man kann im Fall von Verdauungsproblemen z. B. in Geschäften nachfragen, ob diese unverkäufliche Waren zu verschenken haben. Verwendet man in dem Zusammenhang das Wort Tierschutz, stellen sich nur wenige quer.
Nahrungsumstellung bedeutet immer etwas Stress für den Hund und sein Verdauungssystem und kann zu Durchfällen, Erbrechen und schlimmstenfalls allergischen Reaktionen führen.
Für eine gute Gesundheit muss der Hund genügend essen. Dazu darf die neue Nahrung ruhig schmecken und sollte auch dementsprechend ausgewählt werden.
Ein gesunder Hund hat immer Interesse an Nahrung. Hunde, die spielen, toben, sich aktiv am Leben beteiligen und ausgelastet sind, verspüren auch Hunger und werden in der Regel ihren Teller mit Leidenschaft leeren. Nicht anders verhält sich ein vegan ernährter Hund.
Nicht essen wollen muss nicht bedeuten, dass die Nahrung aufgrund ihrer Zusammensetzung abgelehnt wird, sondern kann auch vielfältigste Erkrankungen zu Grunde haben.
Fehlender Appetit, welcher längere Zeit anhält, ist ernst zu nehmen und bedarf der Untersuchung durch einen Fachmenschen, um sicher zu stellen, dass keine organischen Probleme vorliegen.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass die vegane Nahrung den Hunden schmeckt und ihnen gut bekommt. Eine Nahrung, die ideenreich gestaltet, geschmacklich auf den Hund abgestimmt und ausreichend Nährstoffe enthält, wird ihm viele gesundheitliche Vorteile bringen.
Es ist sicher für den Hund vorteilhafter, eine schonende Umstellung durchzuführen. Sind eventuelle Restbestände aus Zeiten der Tierleichenkost noch vorhanden, stellt dies auch kein Problem dar. Aber es darf nicht aus den Augen verloren werden, dass mit jeder gekauften fleischhaltigen Dose das Leiden und die Ermordung anderer Tiere finanziert wird. Daher besteht ein Teil der Tierrechtler auf die sofortige Umstellung oder propagiert die kurzfristige Beschaffung durch containerte Produkte. Es wird damit argumentiert, dass das Leben eines Tieres nicht für das Wohlbefinden eines anderen genommen werden darf. Probleme bei der Umstellung können auftreten, müssen jedoch nicht und tun es in ernstzunehmendem Maße auch sehr selten. Die Entscheidung, welcher Weg der bessere ist, kann niemandem abgenommen werden. Nur dürfen wir die Ausbeutung und Ermordung der für uns nicht greifbaren Lebewesen keinesfalls einfach übergehen.
Siehe unter: Geschmacksvariationen Hier kannst du verschiedene Varianten ausprobieren, was dem Hund am besten schmeckt.
Selbsternannte Experten behaupten: Von der Maßnahme, den Hund vor dem unbekannten Futter hungern zu lassen, ist unbedingt abzusehen!
Mit einer geschmacklich intensivierten Nahrung kann der Hund leicht an die neue Geschmacksrichtung gebracht werden. Im Allgemeinen sind Hunde allerdings nicht allzu wählerisch und nehmen gern die Nahrung, die ihnen von ihren Menschen angeboten wird.
Bei selbst zubereiteter Nahrung kann auch vegane Dosennahrung oder Vegustowurst untergemischt werden, was die Akzeptanz sehr erhöht.
Manche Hunde werden die neue Nahrung auch gern annehmen, wenn sie beobachten können, wie die Nahrungsmittel hergestellt werden. Hier und da ein Leckerchen nebenbei und der Hund wird schnell an der neuen Nahrung interessiert sein. Besondere Freude kommt auf, wenn Hund und Mensch das gleiche essen. Dazu einfach vor dem zufügen der Nahrungsergänzung eine Portion beiseite nehmen. Hundenahrung bekommt Zusätze, Menschennahrung Gewürze
Welcher Hund kann da noch widerstehen.
Schnell kann man herausfinden, welche Vorlieben ein Hund vielleicht mit seinem Menschen teilt und welchen zusätzlichen Geschmack er in seinem Essen vorzieht.
Hunde beurteilen ihre Nahrung eher nach dem Geruch statt nach der Farbe. Intensive Gerüche erzeugen z. B. leicht angebratener Tofu und gebratene Nudeln, die unter die zubereitete Nahrung gegeben werden und in der Umstellungsphase sehr gut als Geschmacksverstärker dienen.
Alle Elemente der gereichten pflanzlichen Nahrung sollten gut mit Flüssigkeit eingeweicht und stark zerkleinert (z. B. mit dem Mixstab) werden, da so die ideale Nährstoffaufnahme gewährleistet wird. Obst und Gemüse, Nudeln, Reis usw. einfach pürieren. Trockennahrung kann zwar vollständig aufgeweicht werden ist aber in gewisser Menge auch für die Zahnreinigung unerlässlich. Als Alternative können veg. " Kauknochen” dienen, welche zusätzlich zur regulären Nahrung gereicht werden.
Was der Hund aufgrund der organisch bedingten Verweildauer im Magen-Darm-Trakt nicht verarbeiten kann, scheidet er unverdaut wieder aus. Dies ist z. B. bei nicht genügend zerkleinertem Gemüse der Fall. Dabei kann es zu unvollständiger Resorption der angebotenen Nährstoffe kommen und zu möglichen Mangelzuständen. Um dies sicher zu verhindern ist die Zugabe von Enzymen empfehlenswert.
Gut vorbereitete Nahrung, die zusätzlich mit Nahrungsergänzung und Enzymen angereichert ist, sichert garantiert eine vollständige Aufnahme aller benötigten Nährstoffe.
Die Nahrung sollte nur leicht erwärmt (mindestens Zimmertemperatur) und nicht direkt aus dem Kühlschrank oder zu heiß sein. Bei stark erhitzter Nahrung verbrennt sich der Hund nicht nur Zunge und Magen sondern auch Nährstoffe gehen beim erhitzen verloren. Zu kalte Nahrung verursacht Bauchschmerzen und kann vom Hund auch einfach nicht akzeptiert werden.
Viele von Menschen verwendete Lebensmittel sind für Hunde stark Gesundheitsgefährdend!
Giftige Was Hunde nicht oder nur bedingt essen dürfen bitte unbedingt beachten und einprägen!
Als Belohnung oder Leckerchen bietet sich an: Hier findest du viele Möglichkeiten für das kleine Leckerli zwischendurch zur Belohnung.
Snacks sollen nur einen kleinen Anteil der Nahrung ausmachen und nicht die vorgesehene Nahrungsmenge ersetzen oder dezimieren, da sonst zu wenig Nährstoffe aufgenommen werden können.
Viele frische Kräuter sind gut geeignet um die Nahrung gelegentlich anzureichern. Empfehlenswert sind beispielsweise:
Diese sollten sehr dezent und nicht täglich zugesetzt werden. Eine Überdosierung kann schädlich sein. Viele Kräuter haben heilende (und falsch angewendet sogar schädigende) Wirkungen und sollten deshalb nicht unkontrolliert in größeren Mengen verwendet werden.
Aufgrund der Tatsache dass nicht immer alle Nährstoffe für den Hund in pflanzlicher Form problemlos zu suplementieren sind und einige Substanzen essentielle Bedeutung haben, sind zusätzliche Supplemente in synthetischer und pflanzlicher Form sehr zu empfehlen. Siehe hierzu folgende weiterführende Informationen:
Desweiteren wird vielfach die Beobachtung des Harn-pH-Wertes empfohlen und gegebenenfalls durch die Zugabe von Vegeyeast zu beeinflussen. Siehe dazu den Artikel Säure-/Basenspiegel des Hundes
Wir empfehlen, dem Hund 3 bis 4 Mahlzeiten täglich anzubieten.
Hunde gewöhnen sich schnell und gern an regelmäßige, sich wiederholende Rituale. Sie leben mit uns zusammen und es ist nur fair ihnen ebenfalls mindestens Frühstück, Mittagessen und Abendbrot anzubieten.
Nach den Mahlzeiten sollte der Hund sich möglichst nicht ausgelassen betätigen um eine Magendrehung zu verhindern. Ein/Zwei Stunden Ruhepause sind ideal.
Welpen und Senioren können 4 kleine Mahlzeiten pro Tag erhalten.
Frisches Trinkwasser steht idealer Weise an mehren, immer zugänglichen Stellen bereit.
Warum vegane Hundeernährung nicht ungesund, teilweise sogar gesünder ist als Tierleichen in Dosen findest du unter: Vorteile veganer Hundenahrung
Viele vegane Produkte sind den geschmacklichen Vorlieben der meisten Hunde angepasst. Es lohnt sich zunächst, diese fertigen Produkte anzubieten und bei Bedarf mit verschiedenen Geschmacksvariationen zu verfeinern. In den meisten im Supermarkt erhältlichen Futtersorten werden Geschmacksverstärker verwendet, um die Hunde bei der Stange zu halten. Diese sind nicht nur ungesund, sondern auch ein Garant für die Akzeptanz da der Hund sich an eine bestimmte Sorte gewöhnt. Weil in veganer Nahrung auf solche Zusätze verzichtet wird, kann der Hund erst einmal ablehnend reagieren, da er den Geschmack natürlicher Nahrung nicht mehr kennt und die Geschmacksnerven an die chemischen Zusätze gewöhnt sind. Die Geschmacksnerven sind jedoch regenerierbar und gewöhnen sich bald an die neue, natürliche Vielfalt.
Im Grunde gilt:
Viel Erfolg!
Siehe auch: Hundefutter - Warum wir in Zusammenhang mit den bei uns lebenden Hunden nicht von Futter oder Hundefutter sprechen möchten und was es mit den Bezeichnungen füttern und fressen auf sich hat.
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