Knoblauch ist sowohl Nahrungsmittel, wie auch Heilmittel und Giftstoff. Von der einen Seite als wahres Wundermittel angepriesen, wird Knoblauch von anderer Seite als hochgradig giftig verteufelt. Die Wahrheit liegt vermutlich individuell links oder rechts von der Mitte dieser Aussagen.
Knoblauch enthält Allizin, welches antibakteriell, antimykotisch und antibiotische Wirkung besitzt.
Fünf Knoblauchzehen zerdrücken und mit einem Viertelliter heißem Wasser übergießen. Nach einer viertel Stunde abseihen und in ein luftdicht verschließbares Gefäß füllen. Knoblauchwasser wird äußerlich als Kompresse oder zur Waschung angewendet.
oder
30 g frisch gepressten Knoblauch auf 20 ml abgekochtes Wasser geben, gut umrühren und in ein fest verschließbares Gefäß geben. Im Kühlschrank 2 Monate aufzubewahren.
Dosierung: Täglich 2 Tropfen ins Essen geben, z. B. als Wurmkur.
Knoblauch wird vielfach frisch als natürliches Antibiotika verwendet. Die zerdrückte Zehe wird einfach unter die Nahrung gemischt.
Eine tägliche Dosis von maximal 2 g frischen Knoblauch für einen mittelgroßen Hund wirkt sich günstig auf die Gesundheit des Hundes aus. Höhere Dosierungen können unter Umständen gefährlich werden. 1)
Ein bis zwei mal Wöchentlich eine zerdrückte Zehe zur Stärkung des Immunsystems 2)
Eine Knoblauchzehe täglich ins Essen gemischt überdeckt den Milchsäuregeruch des Hundes und verhindert so Zeckenbefall. 3)
Roher Knoblauch gehört auch zu den für Hunde giftigen Nahrungsmitteln.
Das enthaltenen Alliin kann in größeren Mengen hämolytische Anämien verursachen.
Symptome nach dem Verzehr geringer Mengen Knoblauch können sein:
Symptome möglicher Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr größerer Mengen Knoblauch:
Überdosierungen führen sogar zum Tod.
Es besteht ein erheblicher Unterschied in der Zusammensetzung des Blutes zwischen den verschiedenen Hunderassen, was die unterschiedliche Toxizität des Knoblauchs nicht nur abhängig von der Größe, sondern auch von der Rasse macht. Manche Hunde vertragen Knoblauch sehr gut und können von seiner heilenden Wirkung profitieren, andere kämpfen mit erheblichen Nebenwirkungen bereits nach einer sehr geringen Dosierung.
Jeder Hund reagiert anders. Welche Menge der bei dir lebende Hund am besten verträgt, kann nicht pauschal beantwortet werden. Probiere vorsichtig eine kleine Menge aus und erhöhe die Dosierung langsam solange keine negativen Symptome auftreten. Sehr hilfreich kann es sein, die Dosierungen und Reaktionen schriftlich zu dokumentieren.
Die Haus und Heilmittel entstammen verschiedener Quellen. Man kann versuchen, ein passendes Mittel für den Hund zu finden, nicht aber gleichzeitig alles kombinieren! Sie sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Fachmenschen (Tierarzt oder Tierheilpraktiker) ersetzen. Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden können, bedarf einer genauen Diagnose, welche nicht immer von einem Laien richtig durchgeführt werden kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen!
Literaturquellen: Literatur
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr!
Zurück zu Heilpflanzen oder Haus und Heilmittel